Hoher Versorgungsbedarf: Jeder fünfte Krankenhauspatient hat Diabetes

Eine Studie unter Leitung der Universität Ulm zeigt, dass knapp jeder fünfte stationäre Patient in Deutschland an Diabetes leidet. Das Ergebnis spiegelt nicht nur den Versorgungsbedarf von Diabetespatienten im Krankenhaus wider, sondern offenbart auch Diskrepanzen zu den bisher publizierten Statistiken über die Fallzahlen von Patienten mit Diabetes im Krankenhaus. Viele Diabetespatienten werden bisher gar nicht erfasst, wenn nur die Patienten mit Hauptdiagnose Diabetes gezählt werden.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

2. Präventionspreis 2021 geht an Tübinger Wissenschaftler

127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin: „Von der Krise lernen“

Präventionspreis geht an Tübinger Mediziner
Identifizierung von Diabetes-Risikogruppen eröffnet Chancen für frühzeitige Therapie

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Verbindlichkeit statt Freiwilligkeit: DDG fordert Politik auf, Lebensmittelhersteller endlich mehr in die Pflicht zu

Zu den heute veröffentlichten Ergebnissen der zweiten Folgeerhebung des Produktmonitorings im Zuge der Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie für Zucker, Fette und Salz in Fertigprodukten (NRI) des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) erklärt Barbara Bitzer, Geschäftsführerin der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG):

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Diabetesforschung muss intensiviert werden und Werbeverbot für ungesunde Kinderlebensmittel gehört in Koalitionsvertrag

Der Runde Tisch des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) zur „Ernährung bei Diabetes Typ 2“ am 13. April endete leider ohne Ergebnisse. Eingeladen hatte Bundesministerin Julia Klöckner Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD) sowie Vertreter der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) und anderer Verbände. DDG und DZD bedauern in der Folge den offenen Ausgang und weisen darauf hin, wie wichtig es sei, beispielsweise die Bewerbung ungesunder Lebensmittel an Kinder nicht nur zaghaft zu regulieren, wie jüngst vom BMEL mit dem Zentralverband der Deutschen Wirtschaft (ZAW) vereinbart, sondern diese zu verbieten.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Parkinson’s, cancer, type 2 diabetes share a key element that drives disease

Researchers have discovered a direct link between a master sensor of cell stress and a protein that protects the power stations of cells. The same pathway is also tied to type 2 diabetes and cancer, which could open a new avenue for treating all three diseases.

Quelle: Sciencedaily

NVL Typ-2-Diabetes (Kapitel medikamentöse Therapie, partizipative Entscheidungsfindung) veröffentlicht

Heute erscheint die 2. Auflage der Nationalen VersorgungsLeitlinie (NVL) Typ-2-Diabetes. Sie ist auf den Internetseiten des Ärztlichen Zentrums für Qualität in der Medizin (ÄZQ) kostenlos abrufbar.

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Mit neuen Biomarkern Diabetes-Typ-2 frühzeitig erkennen – Zucker und Zuckerverbindungen im Fokus

463 Millionen Erwachsene weltweit leben mit Diabetes mellitus. Rund 90 Prozent davon weisen einen Diabetes-Typ-2 auf, der im Gegensatz zum Typ-1 maßgeblich durch den Lebensstil bedingt ist. Etwa die Hälfte der Fälle wird nicht frühzeitig diagnostiziert. Mit Hilfe einer am Max Rubner-Institut, entwickelten Analytik für eine Vielzahl von Zuckerverbindungen und deren Abkömmlingen konnten in einer Studie einige bisher im Blut nicht bekannte Zuckerverbindungen gefunden werden, die sich mit der Erkrankung an Diabetes-Typ-2 veränderten. Sie könnten daher als Biomarker für eine frühzeitige und verbesserte Diagnose dienen.

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Invasive weed may help treat some human diseases, researchers find

An international team of researchers has found that A. virginicus extracts appear to be effective against several human diseases, including diabetes and cancer.

Quelle: Sciencedaily

DDG plädiert für ein Disease Management Programm Adipositas als Teil der Nationalen Diabetesstrategie

Sowohl Übergewicht und Adipositas als auch die Zahl der Neuerkrankungen mit einem Diabetes mellitus Typ 2 nehmen in Deutschland seit Jahren kontinuierlich zu. Dass diese Entwicklungen parallel verlaufen, ist kein Zufall, denn Adipositas ist einer der wichtigsten Risikofaktoren für diesen Diabetestyp. Welche Maßnahmen auch von politischer Seite ergriffen werden müssen, um die Volkskrankheit Adipositas – und damit auch den Diabetes – zurückzudrängen, diskutierten Experten der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) auf der Jahrespressekonferenz, die am Dienstag, dem 2. März 2021 online stattfindet.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

DDG informiert über Risiken, Prävention und Auswirkungen der Coronapandemie für Menschen mit Diabetes

Menschen mit einem Diabetes mellitus wurden bereits früh im Verlauf der Coronapandemie als Risikopatienten erkannt, die bei einer COVID-19-Erkrankung besonders schwer betroffen sein können. In zahlreichen Studien hat sich dies zwar im Wesentlichen bestätigt – gleichwohl zeigt sich aber auch, dass das Vorliegen eines Diabetes nicht allein über den Verlauf einer COVID-19-Erkrankung entscheidet.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

First COVID, then diabetes? Ulm study shows that SARS-CoV-2 also infects the pancreas

SARS-CoV-2 infects multiple organs. Severe presentations of COVID-19 not only affect the respiratory tract, the digestive tract and the cardiovascular and nervous system, but also glucose metabolism. Researchers at Ulm University Medical Center have now discovered that SARS-CoV-2 infects the insulin-producing beta cells of the pancreas in severe courses of the disease. This may explain the occurrence of diabetes-like symptoms in COVID-19 patients and the impairment of glucose metabolism in diabetic patients with COVID-19. The findings were published in the high-ranking journal Nature Metabolism.

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Neuer Ansatzpunkt für die Entwicklung einer medikamentösen Behandlung von Adipositas und Typ-2-Diabetes

Der im zentralen Nervensystem sitzende Rezeptor für das Hormon GIP spielt eine entscheidende Rolle bei der Regulierung des Körpergewichts und der Nahrungsaufnahme. Das zeigen Untersuchungen des Helmholtz Zentrums München, der ETH Zürich und des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD). Die jetzt in ‘Cell Metabolism’ erschienene Studie liefert neue Ansatzpunkte für die Entwicklung einer medikamentösen Behandlung von Adipositas und Typ-2-Diabetes.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

New Targets for the Development of a Drug Treatment for Obesity and Type 2 Diabetes

The GIP receptor in the central nervous system plays a crucial role in the regulation of body weight and food intake. This is shown by a recent study by Helmholtz Zentrum München, ETH Zurich and the German Center for Diabetes Research (DZD). The study, which has now been published in Cell Metabolism, identifies new targets for the development of a drug treatment for obesity and type 2 diabetes.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Das therapeutische Potenzial der Peptide

Rund 80 Peptidmedikamente sind weltweit zugelassen und etwa doppelt so viele in klinischer Entwicklung. Bei Erkrankungen wie Diabetes, Krebs, Hormonstörungen, HIV und Multiple Sklerose spielen diese Biomoleküle dank ihrer guten Eigenschaften bereits eine wichtige Rolle in der Behandlung. Biotechnologische Erfolge bei der Entwicklung von Peptidverbindungen und neu entdeckte therapeutische Wirkstoffe in Tiergiften sprechen für den weiteren Aufstieg der Peptide (kleine Proteine) als wichtige Wirkstoffklasse, schreibt ein austro-australisches Team um Medizinchemiker Markus Muttenthaler von der Universität Wien in “Nature Reviews Drug Discovery”.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Diabetes: Neue Entdeckung könnte die Behandlung künftig verändern

Forschende haben einen Rezeptor entdeckt, der neue Möglichkeiten zur medikamentösen Behandlung von Diabetes schaffen könnte: der Insulin-inhibitorische Rezeptor „Inceptor“. Die Studie des Helmholtz Zentrums München, der Technischen Universität München und des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung fällt in ein Jubiläumsjahr: hundert Jahre nach der Entdeckung des Insulins und fünfzig Jahre nach der des Insulinrezeptors. Blockiert man die Funktionen von Inceptor, wird der Insulinsignalweg der insulinproduzierenden Betazellen in der Bauchspeicheldrüse sensibilisiert, also empfindlicher. Das könnte die Betazellen schützen und regenerieren und zu einer Remission des Diabetes führen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Uncovering basic mechanisms of intestinal stem cell self-renewal and differentiation

The gut plays a central role in the regulation of the body’s metabolism and its dysfunction is associated with a variety of diseases, such as obesity, diabetes, colitis and colorectal cancer that affect millions of people worldwide. Targeting endocrine dysfunction by stimulating the formation of specific enteroendocrine cells from intestinal stem cells could be a promising regenerative approach for diabetes therapy. For this, a detailed understanding of the intestinal stem cell lineage and the signals regulating the recruitment of intestinal cell types is critical.

Quelle: Sciencedaily

„Pulverabenteuer“ in der Diabetes-Diagnostik – Experten fordern Kostenübernahme von sicherer Glukose-Lösung

Der orale Glukosetoleranztest (oGTT) ist von großer Bedeutung für die Diabetes-Diagnostik. Industriell hergestellte Glukose-Fertiglösungen werden jedoch von den gesetzlichen Krankenkassen nicht mehr durchgängig erstattet – sie sind ab diesem Jahr auch nicht mehr verfügbar. Praxen und Kliniken müssen die Glukoselösung selbst anmischen, wodurch das Risiko für Ungenauigkeiten und Verunreinigungen steigt. In einem Positionspapier hat die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) eine standardisierte Rezepturvorschrift nach neuesten Erkenntnissen mit einer definierten Zusammensetzung vorgeschlagen. Sie fordert eine bundeseinheitliche Regelung zur Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Subtypen bei Vorstufe des Diabetes entdeckt

Prädiabetes ist nicht gleich Prädiabetes: Bei Menschen im Vorstadium des Typ-2-Diabetes gibt es sechs klar abgrenzbare Subtypen, die sich in der Krankheitsentstehung, dem Risiko für Diabetes und der Entwicklung von Folgeerkrankungen unterschieden. Das zeigt eine Studie des Instituts für Diabetesforschung und Metabolische Erkrankungen (IDM) des Helmholtz Zentrums München an der Universität Tübingen, des Universitätsklinikums Tübingen und des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD). Die Ergebnisse sind jetzt in ´Nature Medicine´ erschienen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

New drug combination could improve glucose and weight control in diabetes

Scientists have shown that adding an experimental cancer drug to a widely used diabetes treatment improves blood glucose control and weight loss in mice, according to a new study.

Quelle: Sciencedaily

Genetically engineered T cells could lead to therapies for autoimmune diseases

Immunobiologists have created a five-module chimeric antigen receptor T cell that is showing early potential to fight Type 1 diabetes.

Quelle: Sciencedaily

Weltdiabetestag am 14. November 2020: Warum die Diabetesversorgung an Kliniken gerade in Corona-Zeiten so wichtig ist

Bei mindestens jedem dritten Diabetespatienten ist der Blutzucker nicht optimal eingestellt, wie aktuelle Studien zeigen. Infolgedessen ist die Zahl der diabetischen Folgeerkrankungen weiterhin zu hoch, konstatiert die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG). Oft müssen Ärztinnen und Ärzte in stationären Einrichtungen die Behandlung übernehmen oder bei Notfällen zur Verfügung stehen. Allerdings nehme die diabetologische Expertise an Kliniken seit Jahrzehnten ab. Aktuell fehle es auch auf Intensivstationen an hinreichend geschultem Personal, um Diabetespatienten – gerade in Zeiten der Corona-Pandemie – ausreichend zu versorgen, so die DDG.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Mit Ernährung gegen Diabetes: Qualität statt Low-Fat

Eine Veränderung des Lebensstils mit Ernährungsumstellung und mehr Bewegung kann einem Diabetes Typ 2 vorbeugen oder ihn sogar zurückdrängen. Doch gerade bezüglich Ernährung sind sich viele der rund sieben Millionen Menschen mit Diabetes in Deutschland unsicher: Welche Ernährungsmaßnahmen sind empfehlenswert? Auf einer Online-Pressekonferenz am 4. November anlässlich der DDG Herbsttagung berichtet Ernährungsmedizinerin Professor Dr. med. Diana Rubin aus Berlin, welche Ernährungsformen Erfolg versprechen und warum eine Verzahnung von individuellen und gesellschaftlichen Präventionsmaßnahmen entscheidend im Kampf gegen die Diabetes-Pandemie ist.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Diabetischer Fuß: etwa jede zweite Amputation unnötig

Das diabetische Fußsyndrom (DFS) ist nach wie vor eine der häufigsten Folge- und Begleiterkrankungen bei Diabetes Typ 1 und Typ 2. Hierzulande werden jährlich bis zu 50.000 Amputationen aufgrund eines DFS durchgeführt. Durch flächendeckende, gezielte Maßnahmen könnte diese Zahl deutlich reduziert werden, konstatiert die Arbeitsgemeinschaft „Diabetischer Fuß“ der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG).

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Unterschätzte Retinopathie: Zu wenig leitliniengerechte Augenarzt-Kontrollen bei Diabetes

Wie Diabetespatienten Augenschäden vorbeugen können

Eine diabetische Retinopathie entwickelt sich lange Zeit unbemerkt. Zu Sehstörungen kommt es erst, wenn die Netzhaut des Auges bereits behandlungsbedürftige Schäden aufweist. Regelmäßige Augenarzttermine gehören zu einer leitliniengerechten Diabetestherapie dazu, werden jedoch zu selten umgesetzt, kritisiert die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG). Wie das Augen-Screening im Idealfall aussehen sollte und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt, darüber berichten Expertinnen und Experten auf der DDG Herbsttagung, die vom 6. bis 8. November 2020 online stattfindet.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Herzschwäche bei Diabetes oft zu spät diagnostiziert – Regelmäßiges Screenen notwendig

Wenn ein Diabetes mellitus längere Zeit unentdeckt bleibt oder wenn es nicht gelingt, den Blutzuckerspiegel konstant niedrig zu halten, drohen ernsthafte Folgeerkrankungen. Zu den schwerwiegendsten Diabetesfolgen zählt die Herzinsuffizienz, an der Diabetespatientinnen und -patienten doppelt so häufig erkranken wie Stoffwechselgesunde. Wie die Herzschwäche entsteht, wie sie frühzeitig erkannt werden kann und welche therapeutischen Konsequenzen sich aus dem gleichzeitigen Vorliegen von Diabetes und Herzinsuffizienz ergeben, diskutieren Expertinnen und Experten auf der 14. Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG). Die Tagung findet vom 6. bis 8. November 2020 online statt.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft