Prähistorische Menschen wählten selten Cousins oder Cousinen als Partner

Gegenwärtig werden weltweit mehr als zehn Prozent aller Ehen zwischen Cousins und Cousinen ersten oder zweiten Grades geschlossen. Während diese Ehen in einigen Gesellschaften nicht ungewöhnlich sind, wird in anderen davon abgeraten. In einer neuen Studie untersuchten Forscher des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig und der University of Chicago nun, wie verbreitet eine so nahe Verwandtschaft beider Elternteile bei unseren Vorfahren war.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Fischweibchen können über ihre Eier das Fluchtverhalten ihrer Nachkommen beeinflussen

Buntbarsch-Weibchen können über die Zusammensetzung ihrer Eier beeinflussen, wie schnell ihre Nachkommen bei Gefahr die Flucht ergreifen können. Dies konnten Forschende unter der Leitung von Barbara Taborsky vom Institut für Ökologie und Evolution der Universität Bern anhand von Experimenten mit sozial brütenden Buntbarschen erstmals zeigen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Highly dynamic sex chromosomes in cichlid fishes

The cichlids of Lake Tanganyika in Africa are highly diverse – including with regard to sex chromosomes. These have changed extremely frequently in the course of the evolution of these fish and, depending on the species, can be of the type XY or ZW. This has been reported by a research team from the University of Basel and the Research Museum Koenig in Bonn in the scientific journal Science Advances.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Ein Fossil aus Argentinien liefert neue Erkenntnisse zur Evolution der Schuppenechsen

In der Zeitschrift „Nature“ hat ein internationales Forschungsteam eine neue Art mit dem Namen Taytalura alcoberi beschrieben. Das 231 Millionen Jahre alte Tier ist ein Vorfahre der sogenannten Lepidosaurier, zu denen die Echsen und Schlangen gehören. Zu deren frühen Evolution liefert das Fossil wichtige Hinweise. An der wissenschaftlichen Untersuchung war eine Paläontologin des Naturkundemuseums Stuttgart beteiligt. Ihre digital erstellten, dreidimensionalen Schädel-Rekonstruktionen erlaubten die präzise Einordnung der neuen Art in den Stammbaum der Schuppenechsen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Mitteleuropas Vorgeschichte war sehr dynamisch

In einer neuen Studie analysierten Forschende der Max-Planck-Institute für Menschheitsgeschichte (Jena) und für evolutionäre Anthropologie (Leipzig) zusammen mit Kolleginnen und Kollegen des Instituts für Archäologie der Tschechischen Akademie der Wissenschaften (Prag) und weiteren Kooperierenden die Genome von 271 Menschen, die vor 7.000 bis 3.500 Jahren in Böhmen in der heutigen Tschechischen Republik lebten. Dabei stießen sie auf mindestens drei weitere Migrationsereignisse, die die Vorgeschichte Mitteleuropas geprägt haben.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Evolution der Sinne – prägend für die kulturelle Evolution? – Podiumsdiskussion am 31. August 2021

Evolution der Sinne – prägend für die kulturelle Evolution? – Auftakt der Veranstaltungsreihe „Menschwerdung – Was macht uns aus?“ am 31. August 2021

Welche Bedeutung haben biologische Komponenten für die menschliche Evolution und Kul-turentwicklung? Darüber diskutieren Miriam Haidle, Simone Pika und Jorinde Voigt am 31. August 2021 um 19 Uhr in Berlin. Die Podiumsdiskussion „Evolution der Sinne – prägend für die kulturelle Evolution?“ bildet den Auftakt der vierteiligen Veranstaltungsreihe „Menschwerdung – was macht uns aus?“ von Akademienunion und Schering Stiftung.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

SPERRFRIST / Das Mysterium des Seedrachen ist gelüftet

Das Genom des „Seedrachen“, eines sehr ungewöhlichen Fischs, wurde bestimmt. Die neuen Einblicke tragen zur Beantwortung der Frage nach Erfindungen in der Evolution bei – Ergebnisse eines internationalen Forschungsteams mit Beteiligung des Konstanzer Evolutionsbiologen Axel Meyer in Science Advances

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Durch Gene von der Larve zum Juveniltier

Häutungsmoleküle helfen Käferschnecken bei der Metamorphose

Bei der Umwandlung von der Larve zum Jungtier, also während der Metamorphose, sind in den zu den Weichtieren (Mollusca) gehörenden Käferschnecken (Polyplacophora) Gene aktiv, welche sogenannte Häutungsmoleküle codieren. Das hat Forscherin Elisabeth Zieger von der Universität Wien in einer früheren Studie aufgezeigt. Nun hat ein Team von Wissenschafter*innen rund um Studienleiter Andreas Wanninger von der Universität Wien untersucht, in welchen Zellen diese Häutungsgene aktiv sind. Die Ergebnisse erscheinen in der Fachzeitschrift „Evolution“.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Female Pioneers from Ancient Egypt and the Middle East

When asked about female pioneers in science, most people recall famous physicists such as Lise Meitner and Marie Curie. „But few know about the women who played key roles in the evolution of science from the East,“ said Radwa Khalil, a neuroscientist at Jacobs University and postdoctoral fellow to professor Ben Godde. To contribute to a broader perception of the topic, which might even advance today’s gender roles, scientists from Jacobs University and Australia’s Western Sydney University cooperated on a recently published book – crossing various disciplines and geographical regions.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Evolution der Wandelnden Blätter aufgeklärt: Göttinger Forschungsteam erstellt Stammbaum der Blattinsekten

Ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Universität Göttingen hat die Evolution der Wandelnden Blätter untersucht. Wandelnde Blätter gehören zu den Stab- und Gespenstschrecken, die anders als ihre etwa 3000 astförmigen Verwandten keine Zweige imitieren. Stattdessen tragen sie großflächige Erweiterungen an Körper und Beinen, um in Form und Farbe Laubblätter nachzuahmen. In dem nun erstellten genetischen Stammbaum werden die Verwandtschaftsbeziehungen von knapp 100 Arten ermittelt. Das sind etwa zwei Drittel aller bekannten Spezies. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Communications Biology erschienen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Random effects make it difficult to optimise antibiotic therapy

Research team from the Kiel Evolution Center investigates the role of a reduction in bacterial population size and resulting random effects in the evolution of antibiotic resistance

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Zufallseffekte erschweren eine Optimierung der Antibiotikatherapie

Forschungsteam des Kiel Evolution Center untersucht, welche Rolle eine Reduktion der Bakterienzahl und daraus resultierende Zufallseffekte für die Evolution von Antibiotikaresistenzen spielen

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Erstmals tödlicher Angriff von Schimpansen auf Gorillas beobachtet: Studie unter Mitwirkung der Uni Osnabrück

Ein Forschungsteam der Universität Osnabrück und des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie aus Leipzig hat erstmals tödliche Angriffe von Schimpansen auf Gorillas in freier Wildbahn beobachtet. Die neuen Erkenntnisse sind unter dem Titel „Lethal coalitionary attacks of chimpanzees (Pan troglodytes troglodytes) on gorillas (Gorilla gorilla gorilla) in the wild“ in der Fachzeitschrift Scientific Reports erschienen: www.nature.com/articles/s41598-021-93829-x

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Pärchenbeziehung ist meist von Vorteil für Bakterien: Ökologen der Uni Osnabrück untersuchen Teamwork in der Natur

Indem sie eine Symbiose mit einem anderen Organismus eingehen, können Bakterien neue Nahrungsressourcen nutzen. Durch diese Pärchenbildungsstrategie vergrößern sie zumeist auch ihren Lebensraum. Zu diesem Ergebnis kommt die Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Christian Kost vom Fachbereich Biologie/Chemie der Uni Osnabrück. Sein Team hatte die Bedeutung partnerschaftlicher Wechselbeziehungen für das Nahrungsmanagement am Beispiel von fünf verschiedenen Bakterienarten untersucht. Die Studie ist unter dem Titel „Obligate cross-feeding expands the metabolic niche of bacteria“ in dem wissenschaftlichen Fachjournal Nature Ecology & Evolution erschienen: https://www.nature.com/articles/s41559-021-01505-0

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Evolution in Echtzeit

Der Biologe Prof. Dr. Lutz Becks kann mit seinem Team den genetischen Abdruck des überraschend schnellen Übergangs von einzelligem zu mehrzelligem Leben beobachten

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Singvögel mögen es süß

Der Mensch erkennt ohne Probleme süß schmeckende Lebensmittel. Vielen fleischfressenden Tieren jedoch fehlt diese Fähigkeit. Ob Vögel als Nachfahren fleischfressender Dinosaurier Süßes erkennen, war bislang unklar. Ein internationales Team um Maude Baldwin vom Max-Planck-Institut für Ornithologie hat nun gezeigt, dass Singvögel unabhängig von der primären Ernährungsweise Süßes erkennen und seit wann und auch wie die Singvögel-Vorfahren den umami Geschmacksrezeptor, der eigentlich auf Herzhaftes reagiert, zum Schmecken von Zucker nutzen. Diese Fähigkeit blieb den Singvögeln im Laufe der Evolution erhalten und beeinflusst die Ernährung von nahezu der Hälfte aller heute lebenden Vögel.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

The evolution of vinegar flies is based on the variation of male sex pheromones

Max Planck researchers decipher the chemical language underlying mating in 99 species of the genus Drosophila. By analyzing the genomes of 99 species of vinegar flies and evaluating their chemical odor profiles and sexual behaviors, researchers at the Max Planck Institute for Chemical Ecology show that sex pheromones and the corresponding olfactory channels in the insect brain evolve rapidly and independently.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

The rise and fall of elephants

Earth-historical events such as ice ages or the shifting of continental plates are mainly responsible for the evolutionary success ofproboscideans, but also for their decline. This is the main conclusion of a study published this week in Nature Ecology & Evolution by an international research team from Spain, Finland, Great Britain, Germany and Argentina with the participation of the Museum für Naturkunde Berlin.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Aufstieg und Fall der Elefanten

Erdgeschichtliche Ereignisse wie Eiszeiten oder das Verschieben von Kontinentalplatten sind hauptverantwortlich für den evolutionären Erfolg von Rüsseltieren, aber auch für deren Niedergang. Dies ist die wichtigste Schlussfolgerung einer in dieser Woche in Nature Ecology & Evolution veröffentlichten Studie eines internationalen Forschungsteams aus Spanien, Finnland, Großbritannien, Deutschland und Argentinien unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Monkeys also learn to communicate

Behavioral study on common marmosets provides new insights into the evolution of language

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Auch Affen lernen zu kommunizieren

Verhaltensstudie an Weißbüschelaffen liefert neue Erkenntnisse zur Evolution von Sprache

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Delta-Variante: Die Evolution geht weiter

Zum Achtelfinale dürfen sich 45.000 Fans im Wembley-Stadion tummeln. Es gelten Hygiene-Regeln, aber halten sich wirklich alle dran? Und wie sieht es bei den zahllosen Treffen vorm Fernseher aus: mit oder ohne Maske?

Mit der Delta-Variante kommt eine neue Herausforderung im Kampf gegen Covid-19 auf uns zu. Das Aussitzen in vollen Fußballstadien ist keine besonders gute Idee.

Quelle: FAZ.NET

Phytoplankton: Missing Link gefunden

Biologen haben eine Algen-Gattung als lebendes Bindeglied der Evolution im Mikrokosmos identifiziert.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Schimpansen-Waisen erholen sich von dem Trauma, die Mutter zu verlieren

Chronischer Stress könnte ein Grund dafür sein, warum manche Tierwaisen eine kürzere Lebenserwartung haben und weniger Nachkommen bekommen. Forschende des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig und des Instituts für Kognitionswissenschaften, CNRS in Lyon untersuchten, ob verwaiste Schimpansen – so wie Menschen – chronischem Stress ausgesetzt sind. Die Studie ergab: Obwohl der Verlust der Mutter den Waisen Stress verursacht, kommt es bei ihnen kaum zu chronischem Stress, denn nach zwei Jahren normalisieren sich ihre Stresshormonlevel wieder.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Study finds ongoing evolution in Tasmanian Devils‘ response to transmissible cancer

Researchers studied the evolution of Tasmanian devils in response to a unique transmissible cancer. The team found that historic and ongoing evolution are widespread across the devils‘ genome, but there is little overlap of genes between those two timescales. These findings suggest that if transmissible cancers occurred historically in devils, they imposed natural selection on different sets of genes.

Quelle: Sciencedaily