Schwachstellen des Virus nutzen, um Immunabwehr zu stärken – SARS-CoV-2-Proteine manipulieren Immunsignalwege

Forschende der Universität Ulm haben untersucht, wie das neue Coronavirus das menschliche Immunsystem unter seine Kontrolle bringt. In der Studie, die im Fachmagazin Cell Reports veröffentlicht wurde, zeigte sich aber auch, dass die Virusproteine nicht alle antiviral wirkenden Immunsignalwege komplett abschalten können. Die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen vom Institut für Molekulare Virologie arbeiten nun daran, solche Schwachstellen von SARS-CoV-2 zu identifizieren, um das Virus durch gezielte Immunaktivierung zu bekämpfen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Korallen, die Algen spucken

Mikroalgen aus der Gruppe der Dinoflagellaten gehen seit Urzeiten intrazelluläre Symbiosen mit Korallen ein. Ein Forschungsteam vom Centre for Organismal Studies der Universität Heidelberg hat nun herausgefunden, dass solche Symbiosen von der Fähigkeit der Algen abhängen, das Immunsystem ihrer Wirtszelle zu unterdrücken und so die Beseitigung durch „Ausspucken“ zu vermeiden. Die Wissenschaftler fanden außerdem Hinweise darauf, dass es sich bei dieser Immunantwort um einen evolutionär alten Abwehrmechanismus handelt, der weiter verbreitet ist als bisher angenommen.

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Studie zum Mikrobiom: Die Geburt hat Auswirkungen auf die mikrobielle Gemeinschaft

Bei einem Kaiserschnitt wird das Immunsystem des Neugeborenen zunächst ausgebremst.

Wie ein Kind auf die Welt kommt, entscheidet maßgeblich darüber, mit welchem Mikrobiom es ins Leben startet. Das hat einen Einfluss auf das Immunsystem der Säuglinge.

Quelle: FAZ.NET

Coronavirus: »Pims«-Syndrom – So gefährlich kann Covid-19 für Kinder werden

Ein neuartiges Syndrom befällt coronainfizierte Kinder und Jugendliche. Es lässt das Immunsystem Amok laufen und kann lebensgefährlich sein. Ärzte suchen nach einem Muster, wen es trifft.

Quelle: SPIEGEL ONLINE

Übersichtsarbeit zeigt: Strahlung kann das Immunsystem dauerhaft verändern

Internationales Forscherteam wertet über 200 Studien aus

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Wissenschaftler der Universitätsmedizin Mainz entdecken Auslöser für die Autoimmunerkrankung APS

Ein Forscherteam des Centrums für Thrombose und Hämostase (CTH), weiteren Instituten der Universitätsmedizin Mainz und Kollegen aus den USA hat den Mechanismus aufgedeckt, der die Autoimmunerkrankung APS (Antiphospholipid-Syndrom) auslöst: eine bisher unbekannte Interaktion zwischen dem Immunsystem und dem Blutgerinnungssystem. Diese ruft bei den Betroffenen Thrombosen und Schwangerschaftskomplikationen hervor. Wie die Wissenschaftler in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „Science“ berichten, konnten sie darüber hinaus im Tiermodell zeigen, dass der neu entdeckte Mechanismus einen vielversprechenden Ansatzpunkt für die Entwicklung von neuartigen Therapien bei APS bietet.

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Mit zwei Virusarten gegen Tumore

Eine internationale Forschungsgruppe unter Leitung der Universität Basel hat eine vielversprechende Strategie für therapeutische Krebsimpfungen entwickelt. Mit zwei unterschiedlichen Viren als Vehikel verabreichten sie im Tierversuch krebskranken Mäusen spezifische Tumorbestandteile und regten damit ihr Immunsystem an, den Tumor anzugreifen. Der Ansatz wird nun in klinischen Studien getestet.

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Studie in Tansania: Traditionelle Ernährung verursacht weniger Entzündungen

In den Städten Afrikas ernähren sich die Menschen eher nach westlicher Art, während in ländlichen Gebieten eher eine traditionelle Ernährung üblich ist. Das hat Folgen: Tansanier, die in Städten leben, haben ein stärker aktiviertes Immunsystem im Vergleich zu ihren Mitmenschen auf dem Land. Ein internationales Forscherteam betont in einer aktuellen Studie, dass diese erhöhte Aktivität des Immunsystems zum raschen Anstieg der nicht übertragbaren Krankheiten in städtischen Gebieten in Afrika beitragen könnte. Erkenntnisse, aus denen auch die westliche Welt lernen könnte.

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Origami mit DNA

Wichtige Fragen über das Immunsystem konnte ein Team der TU Wien beantworten – mit einem Trick, der an kompliziertes Papierfalten erinnert.

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Immunsystem – Frühe Immunzellen aktiver als vermutet

Auch vermeintlich funktional unreife Zellen des Immunsystems von Kindern können eine Immunreaktion auslösen, wie LMU-Wissenschaftler berichten. Diese Erkenntnis könnte dazu beitragen, Impfungen zu verbessern.

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Fadenwürmer in der Falle

Filarien, mitunter bis zu 70 Zentimeter lange Fadenwürmer, können sich hartnäckig in ihren Wirt einnisten und zu ernsten Infektionskrankheiten wie die Flussblindheit oder Elefantiasis hervorrufen, die in den Tropen bei etwa 80 Millionen Menschen vorkommen. Wissenschaftler unter Federführung der Universität Bonn haben jetzt einen Mechanismus erforscht, mit dem das Immunsystem den Filarien zu Leibe rückt. Bestimmte Immunzellen, die Eosinophilen Granulozyten, setzen dabei DNA frei, die eine Art Netz um die Larven bildet und sie einfängt. Darüber hinaus identifizierten die Forscher, welches Protein den Mechanismus „einschaltet“ – der sogenannte Dectin-1 Rezeptor.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Infektiologie: Wie Krankheitserreger dem Immunsystem entkommen

Ein Team um den LMU-Forscher Nicolai Siegel hat einen Mechanismus entschlüsselt, mit dem sich Erreger der afrikanischen Schlafkrankheit dem menschlichen Immunsystem entziehen. Daraus lässt sich viel für andere Infektionserkrankungen ableiten.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Coronavirus: Das lange Gedächtnis des Immunsystems

Das Immunsystem erinnert sich bei den meisten Menschen auch acht Monate nach einer Infektion noch an das Coronavirus, zeigt eine aktuelle Studie. Allerdings gibt es große individuelle Unterschiede.

Quelle: SPIEGEL ONLINE

Was die Pandemie mit Krebs verbindet

Mediziner und Pfleger versorgen einen an Covid-19 erkrankten Patienten in einem Zimmer des besonders geschützten Teils der Intensivstation des Universitätsklinikums Greifswald.

Vier von fünf schwerkranken Covid-19-Patienten zeigen alle Merkmale einer gefährlichen Sepsis. Ihr Immunsystem läuft Amok, weniger das Virus. Daraus ist viel für die Zukunft mit tödlichen Infekten abzuleiten.

Quelle: FAZ.NET

Neues Jahr für Lebergesundheit – Deutsche Leberstiftung gibt Tipps für 2021

Vielen Menschen ist durch die Corona-Pandemie im vergangenen Jahr nochmals bewusst geworden, dass Gesundheit das Wichtigste im Leben ist. Noch nie waren die Erwartungen an ein neues Jahr so hoch wie an 2021: Die Hoffnungen sind groß, dass die Pandemie bald besiegt werden kann und ein normales Leben wieder möglich wird. Die Deutsche Leberstiftung erinnert zum Start in das neue Jahr an die gesundheitliche Eigenverantwortung jedes Einzelnen und an die Wichtigkeit eines gesunden Lebensstils, der positive Effekte auf die Lebergesundheit hat und auch das Immunsystem stärkt.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Wie das Virus dem Impftod entkommen will

Zwei colorierte Sars-CoV-2- Partikel im Elektronenmikroskop.

Experimente in einem amerikanischen Labor und Genbefunde aus England könnten für Verunsicherung sorgen: Wird Sars-CoV-2 trotz Impfung schneller als gedacht unserem Immunsystem entkommen? Jetzt geht die Jagd auf den Erreger richtig los.

Quelle: FAZ.NET

tRNA-Fragmente sind an Immunreaktion nach Schlaganfall beteiligt

Ein Schlaganfall ist ein gravierender Eingriff in das körperliche Gleichgewicht (Homöostase). Unter anderem löst das Immunsystem eine Entzündungsreaktion aus, die in eine Immunschwäche umschlagen kann. Ein internationales Forscherteam unter Beteiligung der Goethe-Universität konnte jetzt erstmals zeigen, dass in dieser Immunantwort tRNA-Fragmente eine Rolle spielen. Fragmente von tRNAs, die während der Proteinsynthese Aminosäuren transportieren („transfer RNA“), galten lange nur als Abfallprodukte in der Zelle. Ziel der Untersuchungen ist es, neue Zielstrukturen für Therapeutika zu finden.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Herausforderung Immunsystem

Nach viereinhalb Jahren intensiver Erforschung von Immunreaktionen, die an medizinischen Oberflächen stattfinden, findet das von EU und Land geförderte Projekt „Systemimmunologie an biologisch-technischen Grenzflächen“ seinen Abschluss. Ziel war es, ein grundlegendes Verständnis von Immunreaktionen zu entwickeln, die Medizinprodukte hervorrufen. Basierend auf diesen am NMI Naturwissenschaftlichen und Medizinischen Institut an der Universität Tübingen gewonnenen Erkenntnissen soll schließlich die Verträglichkeit von Medizinprodukten verbessert werden.

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Wie SARS-CoV-2 in das Gehirn gelangt

Ein Forschungsteam der Charité – Universitätsmedizin Berlin hat anhand von Gewebeproben verstorbener COVID-19-Patienten analysiert, auf welche Weise das neuartige Coronavirus ins Gehirn eindringen kann und wie das Immunsystem dort auf das Virus reagiert. Die jetzt in Nature Neuroscience* veröffentlichten Ergebnisse zeigen, dass SARS-CoV-2 über die Nervenzellen der Riechschleimhaut in das Gehirn übertritt. Den Forschenden ist es dabei erstmals gelungen, elektronenmikroskopische Aufnahmen intakter Coronaviruspartikel in der Riechschleimhaut anzufertigen.

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Coronavirus: So machen Sie sich fit für die Impfung – Podcast

Wie lassen sich schwere Covid-19-Verläufe verhindern? Was kann man tun, um das Immunsystem zu stärken? Und welche Rolle spielt Bewegung für die Wirksamkeit von Vakzinen? Antworten hören Sie im SPIEGEL-Podcast (56:51).

Quelle: SPIEGEL ONLINE

Verletzungen von Kindern im Sport – der Unterschied zum Erwachsenen

Kinder müssen sich ausreichend bewegen und Sport treiben. Neben einer Verbesserung von Kraft und Koordination, kommen mehr Beweglichkeit, Schnelligkeit und Ausdauer, sowie eine höhere Leistungsfähigkeit hinzu. Regelmäßiger Sport verbessert Herz und Kreislauf, stärkt das Immunsystem und kann chronischen Erkrankungen vorbeugen. Allerdings passieren jedes Jahr in Deutschland rund 300.000 Unfälle bei Kindern und Jugendlichen im Sport. Bei jedem Achten wird eine stationäre Aufnahme für mindestens 1 Nacht erforderlich. Die GOTS erklärt, welche Probleme dabei im Vordergrund stehen

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Wie rätselhafte Immunzellen dem Zelltod entgehen

Immunzellen, die Lymphknoten unkontrolliert wie Tumore anschwellen lassen: Dieses Phänomen ist von einer sehr seltenen Krankheit bekannt, erlaubt aber auch Einblicke ins gesunde Immunsystem und seine Regulierungsmechanismen. Das zeigten Freiburger Forscher in einem von der Wilhelm Sander-Stiftung geförderten Forschungsprojekt: Untersuchungen einer besonderen T-Zell-Population und ihres tumorähnlichen Stoffwechsels lieferten Einsichten in die Signalwege, die das menschliche Immunsystem in Balance halten, und zudem wichtige Ansatzpunkte für die Entwicklung einer Therapie für die seltene Erkrankung. Die Ergebnisse wurden am 10.11.2020 im Journal of Experimental Medicine veröffentlicht.

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Erbanlage bewahrt Immunsystem vor Alterung

Eine Erbanlage, die bei der Entwicklung des Herzens im entstehenden Kind eine Rolle spielt, scheint auch im menschlichen Immunsystem eine Schlüsselfunktion zu übernehmen. Das belegt eine neue Studie unter Federführung der Universität Bonn. Die Studie ist in der Zeitschrift Nature Immunology erschienen.

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Wie sich das Immunsystem an Viren erinnert: T-Gedächtniszellen entstehen früher als gedacht

Damit ein Mensch gegen eine Krankheit immun werden kann, müssen sich T-Zellen nach dem Kontakt mit dem Erreger zu Gedächtniszellen entwickeln. Wie viele das tun, hänge vor allem von der Stärke der initialen Immunreaktion ab, war bislang das Verständnis. Ein Forschungsteam der Technischen Universität München (TUM) hat dies nun infrage gestellt.

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Wie Glaukom, Immunsystem und Protein Tenascin-C zusammenhängen

Welche Rolle die Immunantwort für das Entstehen eines Glaukoms spielt, haben Forscherinnen und Forscher der Ruhr-Universität Bochum (RUB) an Mäusen untersucht. Sie zeigten, dass Entzündungsprozesse an der Entstehung der Krankheit beteiligt sind und das dem extrazellulären Matrixmolekül Tenascin-C als Modulator der Immunantwort eine Schlüsselrolle zukommt. Das Glaukom, auch Grüner Star genannt, ist weltweit eine der häufigsten Erblindungsursachen. Als Hauptrisikofaktor wird üblicherweise ein erhöhter Augeninnendruck vermutet; bei rund 40 Prozent der Patienten tritt dieser aber gar nicht auf.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft