Flugsicherheit: BAM entwickelt Schnelltest für schädliche Mikroben in Kerosin

Berlin, 08.04.2021. Treibstoffe wie Kerosin oder Kraftstoffe wie Diesel können von Pilzen oder Bakterien kontaminiert werden. Die Mikroorganismen siedeln sich in der Flüssigkeit selbst, an den Innenwänden von Tanks und Leitungen oder in den Treibstofffiltern an und ernähren sich von Kohlenstoffatomen. Da die Pilze und Bakterien sich in dieser Umgebung gut vermehren, können sie einen schlierigen Biofilm ausbilden und Treibstoffleitungen und Filter verstopfen. Das ist besonders in der Luftfahrt ein Problem.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Komplexität statt Kontamination: Cyanobakterien mögen es gesellig

Interdisziplinärer Ansatz ermöglicht Untersuchung von bisher unbekannten Mikroorganismen

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Chemisches Signal vermindert in Pflanzen Wachstumsprozesse zugunsten der Schädlingsabwehr

Pflanzen der Ackerschmalwand Arabidopsis thaliana bilden bei Schädlingsbefall Beta-Cyclocitral. Dieses flüchtige Signalmolekül verstärkt die Verteidigung während es die Bildung wachstumsrelevanter Stoffe hemmt, indem es den MEP-Stoffwechselweg verlangsamt. Da der MEP-Stoffwechselweg nur in Pflanzen und Mikroorganismen vorkommt, nicht aber in Tieren, eröffnen Kenntnisse über ein Signalmolekül wie Beta-Cyclocitral neue Möglichkeiten zur Entwicklung von Pflanzenschutzmitteln oder antimikrobiellen Wirkstoffen, die diesen Signalweg blockieren.

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Wirkstoffsuche in marinen Hefepilzen – aus Tiefsee-Sedimenten zeigt antibakterielle und krebshemmende Eigenschaften

Zahlreiche Naturstoffe warten in verschiedenen Lebensräumen auf ihre Entdeckung. Besonders Mikroorganismen wie Bakterien oder Pilze können eine Vielzahl an verschiedenen Naturstoffen mit hohem Anwendungspotenzial als Antibiotika oder Krebstherapeutika produzieren. Dazu gehört auch die sogenannte Rote Hefe aus der Art Rhodotorula mucilaginosa. Wissenschaftler des GEOMAR und der Universität Kiel haben diese Hefe aus Tiefsee-Sedimentproben des Mittelatlantischen Rückens isoliert und sie hinsichtlich ihres Genoms sowie ihres chemischen Wirkstoff-Repertoires untersucht. Gemeinsam konnten die Forscher die antibakterielle und krebshemmende Wirkung der Wirkstoffe nachweisen.

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Mit Biokunststoffen in die Zukunft

Im Rahmen des Projekts „Waste to Value – Mikroorganismen verändern die Westpfalz (W2V)“ veranstalteten die Verbundpartner Hochschule Kaiserslautern, ZukunftsRegion Westpfalz und Prüf- und Forschungsinstitut Pirmasens einen Online-Workshop zum Thema biobasierte Kunststoffe, Klebstoffe und Verbundwerkstoffe. Zum Themenworkshop fanden sich über ein Dutzend interessierter Unternehmen virtuell zusammen.

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Niedersächsischer Ministerpräsident Stephan Weil besucht Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen

Landesvater ist beeindruckt von der Grundlagenforschung des Leibniz-Instituts DSMZ

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Von der Mikroskala zur Landschaft: Wie Mikroorganismen die Atacama Wüste verändern

Zu Beginn dieses Jahres erregte Dr. Patrick Jung von der Hochschule Kaiserslautern durch die Entdeckung einer neuen Lebensgemeinschaft in der Atacama-Wüste Aufsehen. Jetzt wies er gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen der Universitäten Rostock, Freiburg, Kassel und Hannover nach, welche Rolle diese Lebensgemeinschaft bei der Veränderung von Landschaften und der Entstehung von Boden spielen.

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Stroh zu Gold spinnen

… Geht das nur in der Spinnerei von Rumpelstilzchen oder zukünftig auch mit der Hilfe von Mikroorganismen? Zumindest metaphorisch macht dies das neue BMBF Projekt „Waste to Value – Mikroorganismen verändern die Westpfalz“ möglich. Denn es zeigt, wie aus biologischen Reststoffen – wie bspw. Stroh – höherwertige Wertstoffe gewonnen werden können.

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ABC-Transporter: ein neuer Ansatzpunkt zur Entwicklung von Antibiotika sowie Immun- und Krebs-Therapeutika

Antibiotika sowie wichtige Therapeutika zur Behandlung von Krebs- und Immunkrankheiten werden von Mikroorganismen mittels sog. Nicht-ribosomale Peptidsynthetasen (NRPS) und Polyketidsynthetasen (PKS), hergestellt. Ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Vetmeduni Vienna hat kürzlich nachgewiesen, dass ABC Transporter eine essentielle, bisher unbekannte Funktion bei der Biosynthese von NRPS Produkten spielen. Die präsentierten genetischen und biochemischen Daten geben Aufschluss über einen neuen Aspekt der Biosynthese von für die Human- und Veterinärmedizin wichtigen mikrobiellen Sekundärmetaboliten – mit praktischer Relevanz für die Entwicklung neuer Medikamente.

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„FaktenSammler – Der Bioökonomie-Podcast“ blickt in die Welt der Mikroben

Der „FaktenSammler“ bereitet spannende Bioökonomie-Fakten für die Ohren auf. Die dritte Podcastfolge „Die Welt der Mikroorganismen“ nimmt Mikroben in den Blick. Im Gespräch mit Mikrobiolog*innen der Universität Greifswald erfahren Hörende mehr über die faszinierende und vielfältige Welt der Mikroben. Die Podcastfolge ist auf der Internetseite der Universität Greifswald und auf bekannten Podcastportalen veröffentlicht. „FaktenSammler – Der BioÖkonomie-Podcast“ ist eines von 19 Projekten, das im Rahmen des Wissenschaftsjahrs 2020|21 – Bioökonomie vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird.

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Mikrobielle Interaktionen stabilisieren Kohlenstoff im Boden

Böden spielen in der langfristigen Speicherung von CO2 und somit in dessen Reduktion in der Atmosphäre eine wichtige Rolle und tragen so zur Verlangsamung des Klimawandels bei. Um diese Mechanismen besser zu verstehen, hilft ein Blick in die kleinste Welt der Bodenmikroorganismen: Eine internationale und interdisziplinäre Gruppe von Wissenschafter*innen unter Beteiligung von Christina Kaiser der Universität Wien und Ingrid Kögel-Knabner von der Technischen Universität München hat nun erforscht, wie Mikroorganismen miteinander interagieren und so zu Kohlenstoffabbau und -speicherung in terrestrischen Ökosystemen beitragen. Die Ergebnisse wurden in “Nature Geoscience” veröffentlicht.

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Marine Mikroorganismen – Überlebenskünstler in der Tiefe

Foraminiferen sind ökologisch sehr erfolgreich und besiedeln seit Jahrmillionen den Meeresboden. LMU-Geobiologen haben nun gefunden, dass einige Arten in sauerstofffreien Sedimenten nicht nur überleben können, sondern sogar besonders gut gedeihen.

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Weniger Spielraum als gedacht: Mikrowelt im Boden beschleunigt Klimawandel

Taut der Permafrost in der Arktis auf, könnten immense Mengen Kohlenstoff freigesetzt werden. Wie viel genau, wird in Klimamodellen berechnet. Erstmals wurde von einem internationalen Forschungskonsortium unter Beteiligung von Andreas Richter von der Universität Wien der so genannte “Priming-Effekt” mit einbezogen: Pflanzen, die in auftauendem Permafrost wurzeln, geben Kohlenstoff in den Boden ab und aktivieren damit Mikroorganismen. Das führt letztendlich zu einer erhöhten Freisetzung von Treibhausgasen aus dem Permafrost. Allein durch den Priming-Effekt könnten bis zum Jahr 2100 zusätzlich 40 Gigatonnen Kohlenstoff in die Atmosphäre gelangen. Die Studie erscheint in Nature Geoscience.

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Entstanden Nervenzellen, um mit Mikroben zu sprechen?

CAU-Forschungsteam entdeckt, dass ein uraltes Nervensystem und symbiotische Mikroorganismen miteinander kommunizieren

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Wie bauen Bakterien Naturstoffe auf? Röntgenstrukturanalyse gibt detaillierte Einblicke in molekulare Wirkstoff-Fabrik

Die Wirkstoffe vieler Medikamente sind Naturstoffe, so benannt, weil oft nur Mikroorganismen die komplexen Strukturen herstellen können. Ähnlich wie am Fließband einer Fabrik setzen große Enzymkomplexe diese Wirkstoff-Moleküle zusammen. Einem Team der Technischen Universität München (TUM) und der Goethe-Universität Frankfurt ist es jetzt gelungen, die grundlegenden Mechanismen einer dieser molekularen Fabriken aufzuklären.

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Neuer Kandidat für Rohstoffsynthese durch Gentransfer

Cyanobakterien brauchen kaum Nährstoffe und nutzen die Energie des Sonnenlichts. Badegäste kennen die –¬ oft fälschlich „Blaualgen“ genannten – Mikroorganismen von ihrem Auftreten in Gewässern. Eine Forschergruppe am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) hat herausgefunden, dass sich die mehrzellige Art Phormidium lacuna durch natürliche Transformation genetisch verändern lässt und dadurch zum Beispiel Ethanol oder Wasserstoff produzieren könnte. Ihre Ergebnisse stellen sie in der Online-Fachzeitschrift PLOS ONE vor (DOI: 10.1371/journal.pone.0234440).

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Mikroben auf Mikroskop-Okularen: Das kann ins Auge gehen!

„Wir wollten unsere Mikroskope einmal nicht als Hilfsmittel zum Beobachten von Mikroorganismen nutzen, sondern ihre Rolle als potentielle Überträger von Infektionserregern näher untersuchen. Über diesen Aspekt war bislang kaum etwas bekannt“, erläutert Studienleiter Prof. Dr. Markus Egert, der an der Hochschule Furtwangen Mikrobiologie und Hygiene lehrt. Im Fokus standen dabei die Okulare der Mikroskope, da sie besonders intensiven Kontakt mit den Händen und Augen eines Benutzers haben.

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Auf dem Weg zur Bioökonomie: Bayreuther Forscher entdecken leistungsstarken Biokatalysator

In der Bioökonomie treten biotechnologische Verfahren an die Stelle von Syntheseverfahren, die fossile Ressourcen verbrauchen. Mikroorganismen und Enzyme werden dabei als Biokatalysatoren gezielt für die industrielle Produktion genutzt. Forscher der Universität Bayreuth haben jetzt ein Enzym entdeckt, das als Biokatalysator große Vorteile bietet. Es eignet sich hervorragend für die Herstellung von Wirkstoffen aus dem Bereich der Naturstoffe. Herkömmliche Syntheseverfahren dieser Wirkstoffe, die ein breites medizinisches Anwendungsspektrum haben, sind dagegen sehr aufwendig. In der Zeitschrift „ACS Catalysis“ stellen die Forscher um Prof Dr. Frank Hahn ihre Entdeckung vor.

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Marines Abfallmanagement: Effizientes Recycling durch marine Mikroorganismen

Erst vor einigen Jahren wurden einzellige Mikroorganismen der Gruppe der Thaumarchaeen in der Wassersäule des Ozeans entdeckt. Forschende des Biologiezentrums der Tschechischen Akademie der Wissenschaft aus Budweis, des MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen und des Max-Planck-Instituts für Marine Mikrobiologie Bremen haben nun herausgefunden, dass diese Mikroorganismen eine signifikante Menge des marinen Kohlenstoffs und Phosphats wiederverwerten und als gelöste organische Substanzen in den Ozean abgeben. Die Ergebnisse zur wichtigen Rolle dieser kleinsten Lebewesen in marinen Stoffkreisläufen hat das Team nun in Science Advances veröffentlicht.

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Winzige Meeresbewohner als Schlüssel für globale Kreisläufe

Neue Wege zum Verständnis der Funktionsweise von marinem Phytoplankton

06.04.2020/Kiel. Nur weil man sie mit bloßem Auge nicht sieht, bedeutet das nicht, dass sie nicht wichtig sind. Marine Mikroorganismen spielen eine sehr wichtige Rolle in globalen Kreisläufen wie der Kohlendioxidstoffaufnahme in den Ozean aus der Atmosphäre. Über ihre Funktionsweise ist jedoch wenig bekannt. Neue Ansätze eines internationalen Forscherteams unter Beteiligung des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel legen erstmals die Grundlage für eine genauere genetische Untersuchung einiger wichtiger Phytoplanktonorganismen, wie die internationale Zeitschrift Nature Methods heute berichtet.

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Das Leibniz-Institut DSMZ gehört zu den familiengerechtesten Institutionen in Deutschland

Die Hochburg von Mikroorganismen und Zellkulturen im niedersächsischen Braunschweig erhält das Zertifikat zum audit berufundfamilie mit dauerhaftem Charakter

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Wie das Mikrobiom an der Entstehung von Krebs beteiligt ist

CAU-Forschungsteam weist am Beispiel des Süßwasserpolypen Hydra eine ursächliche Rolle bestimmter Mikroorganismen bei der Entstehung von Tumoren nach

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Paradoxe Paarbeziehung

Bakterien aktivieren Wirkstoffbildung in Pilz – Wirkstoff hindert bakterielle Sporen an Keimung
Jena. Nicht nur Tiere und Pflanzen konkurrieren um Lebensraum: Auch Mikroorganismen besetzen gleiche Habitate und kämpfen um Nahrung. So verhält es sich auch bei dem Bakterium Streptomyces rapamycinicus und dem Pilz Aspergillus fumigatus. Haben sie Kontakt, regt das Bakterium den Pilz an, Fumigermin zu bilden. Dieser neu entdeckte Naturstoff unterbindet die Keimung der Sporen des Bakteriums. So entledigt sich der Pilz seines unliebsamen Nahrungskonkurrenten. Forscher aus Jena veröffentlichten ihre Erkenntnisse dazu kürzlich in eLife.

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Das Beziehungsleben der Mikroorganismen: Harmonie in der Tiefsee

Ein internationales Team unter der Leitung von Gerhard J. Herndl von der Universität Wien hat neue Erkenntnisse zum Stoffwechsel in den tiefen Schichten der Ozeane gewonnen. Es zeigte durch eine Kombination von verschiedenen Messtechniken, dass Ammonium-oxidierende Crenarchaea und Nitrit-oxidierende Bakterien nicht nur eine wichtige Rolle im Stickstoff-, sondern auch im Kohlenstoffkreislauf des Ozeans spielen. Die häufiger vorkommenden Crenarchaea können zwar weniger Ammonium in Nitrit umwandeln als Bakterien, nehmen dafür aber drei- bis viermal mehr Kohlendioxid auf. So herrscht trotzdem ein perfektes Gleichgewicht in den Ammonium- und Nitrit-Umsatzraten.

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Bakterielle Influencer – Rhizosphären-Mikrobiom beeinflusst die Ausscheidung von Wurzel-Stoffwechselprodukten

– Die Rhizosphäre beheimatet eine große Vielfalt an Mikroorganismen. Bekannterweise beeinflussen die Stoffwechselprodukte der Wurzeln die Zusammenstellung der Wurzel-Mikrobenflora. Jedoch war es bis vor kurzem ungeklärt, ob oder wie das Mikrobiom die Wurzelausscheidung beeinflussen kann.
– Wissenschaftler haben entdeckt, dass mikrobielle Gemeinschaften Veränderungen in der Wurzelausscheidung von Tomatenpflanzen durch Wurzel-zu-Wurzel-Signalisierung (root-to-root signalling) bewirken können.
– Der zugrundeliegende Vorgang wurde „systematically induced root exudation of metabolites“ (SIREM) („systematisch induzierte Wurzelausscheidung von Stoffwechselprodukten“) benannt.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft