Schmerz – Wenn es wehtut

Fast jeder Fünfte in Deutschland leidet unter chronischen Schmerzen. Dennoch weiß man bislang wenig darüber, woher die Beschwerden kommen, die manchmal scheinbar aus dem Nichts entstehen. Man vermutet jedoch: Erwartungen spielen dabei eine entscheidende Rolle. Wie diese wirken, wie sie sich beeinflussen lassen und warum Menschen einen physikalisch scheinbar gleich starken Reiz als unterschiedlich schmerzhaft empfinden, untersuchen verschiedene Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften (MPI CBS).

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Opioide als wirksame Mittel gegen den Schmerz?! Experten empfehlen kritischen Umgang

Deutscher Schmerzkongress 2020
Jahrestagung der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V. und der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) e.V. vom 21. bis 24. Oktober 2020 in Mannheim und online

Opioide als wirksame Mittel im Kampf gegen den Schmerz?! Experten empfehlen kritischen Umgang

Opioide gehören zu den stärksten Schmerzmitteln mit relevantem Suchtpotential. Weltweit gehört Deutschland zu den Ländern mit den meisten Opioidverordnungen – rund 70 Prozent davon erfolgen bei chronischen nicht-tumorbedingten Schmerzen (CNTS).

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Gegen den Schmerz

Ein neuer Ansatz für die Behandlung chronischer Schmerzen zielt auf ein Molekül ab, das Schmerzsignale in die Zellkerne von Nervenzellen leitet. Die jüngst in Science erschienene Studie ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen Forschenden des Weizmann-Institut für Wissenschaften und des MDC.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Neandertaler besaßen niedrigere Schmerzschwelle

Schmerz wird durch spezielle Nervenzellen übertragen, die aktiviert werden, wenn potenziell schädliche Einflüsse auf verschiedene Teile unseres Körpers treffen. Diese Nervenzellen verfügen über einen speziellen Ionenkanal, der eine Schlüsselrolle beim Auslösen des elektrischen Schmerzimpulses spielt, der an das Gehirn übertragen wird. Einer neuen Studie von Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig und des Karolinska Institutets in Schweden zufolge empfinden Menschen mehr Schmerzen, die die Neandertaler-Variante dieses Ionenkanals geerbt haben.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Zugang zur Schmerztherapie schwieriger als sonst: Deutsche Schmerzgesellschaft startet am 6. Mai 2020 Patientenhotline

Die Behandlung von Schmerzen darf in Pandemie-Zeiten nicht in den Hintergrund treten. 23 Millionen Deutsche, die unter chronischen Schmerzen leiden, haben ein Recht darauf, angemessen behandelt zu werden. Darauf weist die Deutsche Schmerzgesellschaft e.V. anlässlich des 9. bundesweiten Aktionstages gegen den Schmerz am 2. Juni 2020 hin. Sie fordert einen „Schutzschirm für Schmerzpatienten“ und geht mit gutem Beispiel voran: Ab 6. Mai 2020 startet ein telefonisches Informationsangebot für Schmerzpatienten. Jeden Mittwoch im Mai geben Schmerzexpertinnen und -experten unter der Nummer 0800 1818120 in fünf Zeitfenstern Tipps zu unterschiedlichen Schmerzthemen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

VR-Spiel für chronisch Kranke: Schießen auf den Schmerz

Ein Virtual-Reality-Spiel soll Patienten dabei helfen, ihre chronischen Schmerzen zu besiegen – mit einer Laserpistole. Schmerzmittel könnten damit langfristig ersetzt werden, so zumindest die Hoffnung der Entwickler

Quelle: SPIEGEL ONLINE

Probanden für Studie gesucht: Schulterschmerzen wegtrainieren

Die Wasserkisten in den Keller schleppen, das Kind hochheben oder in der Küche werkeln – mit Schulterschmerzen kein Vergnügen. Ob ein neuentwickeltes Trainingsgerät sie lindert, wollen Sportwissenschaftler der Universität Duisburg-Essen (UDE) testen. Für ein achtwöchiges Training suchen sie Probanden mit Schulterproblemen. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Lebensgefährliches Zögern: Bei Herzinfarkt-Verdacht keine Scheu vor Notruf 112

Notfallmediziner warnen: An Weihnachten, Neujahr oder Wochenende bei Herzinfarkt-Verdacht sofort Notruf 112 / Ratgeber zu Herzinfarktschmerzorten (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Chance für Schmerztherapie – spezielle Schmerzpsychotherapie (SSPT) jetzt in Weiterbildungsordnung!

Die Deutsche Schmerzgesellschaft und die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft begrüßen die Entscheidung des 33. Deutschen Psychotherapeutentages am 17. November in Berlin, die “Spezielle Schmerzpsychotherapie” (SSPT) in die Muster-Weiterbildungsordnung aufzunehmen.

Gestern nun eine weitere gute Nachricht – die regionale Umsetzung;: auch die Bayerische Psychotherapeutenkammer beschloss die Einführung der SSPT mit 32 gegen 3 bei 10 Enthaltungen mit sehr großer Mehrheit. Bislang war SSPT nur in Rheinland-Pfalz als Weiterbildung anerkannt. Die Schmerzgesellschaften hoffen auf eine möglichst zügige Umsetzung der Aufnahme der SSPT in die Weiterbildungsordnungen aller Landeskammern. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

DEGUM-PK: Gutartige Knoten in der Brust ohne OP behandeln

Tastbare Verhärtungen in der Brust und Spannungsgefühle: Frauen, die darunter leiden, haben häufig keinen Brustkrebs sondern gutartige Knoten. Etwa jede zehnte Frau in Deutschland ist im Laufe ihres Lebens davon betroffen. Wenn die Geschwülste Schmerzen verursachen oder als störend empfunden werden, sollten sie behandelt werden. Eine nicht-operative Methode ist der hoch-intensive fokussierte Ultraschall (HIFU).Dadurch können die Beschwerden ohne Operationsrisiken deutlich verringert und die Größe des Knotens reduziert werden. Wie HIFU funktioniert, erläutern Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V.(DEGUM) auf einer Pressekonferenz am Mittwoch,den 5. Dezember. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Wikipedia auf dem Lehrplan: Pharmazie-Studenten überarbeiten Einträge zum Allgemeinwohl

Die Nase läuft, der Rücken schmerzt oder die Schnittwunde verheilt nicht – in diesen Fällen wenden sich viele Menschen an das Internet. So mancher hat sich mithilfe von „Dr. Google“ wohl auch schon selbst eine Diagnose gestellt. Pharmazie-Studenten der Monash University in Australien haben nun auf dem Lehrplan, die Wikipedia-Seiten zu Gesundheitsthemen zu verbessern und valide und gute Informationen für jeden weltweit zugänglich zu machen. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Ein Moos könnte Hanf in der Medizin schlagen

Berner Forschende haben in Zusammenarbeit mit Kollegen von der ETH Zürich erstmals eine THC-ähnliche Substanz aus Lebermoos molekular und pharmakologisch untersucht. Die psychoaktive Substanz, die als legale Rauschdroge («Legal High») konsumiert wird, hat auch eine schmerzstillende und entzündungshemmende Wirkung, die derjenigen von THC überlegen ist. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Einblicke in die Biopsychologie

Doktorandenprogramm zu Schmerz und Emotionen feiert 10-jähriges Bestehen (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Orthopäden und Unfallchirurgen diskutieren neue Ansätze im Kampf gegen infizierte Implantate

Deutscher Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie
23. bis 26. Oktober 2018, Messegelände Süd, Berlin

Wenn sich Keime auf Implantaten wie etwa Kunstgelenken, Metallplatten, Schrauben oder Nägeln ansiedeln, drohen dem Patienten erhebliche Unannehmlichkeiten wie Schmerzen, mehrfache Operationen und häufig ein schlechteres Behandlungsergebnis. Orthopäden und Unfallchirurgen haben diese sogenannten „implantatassoziierten Infektionen“ als Schwerpunktthema auf die Agenda des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) 2018 gesetzt. Dort werden unter anderem neue Ansätze zur Vorbeugung und Behandlung dieser Komplikation diskutiert. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Deutscher Schmerzkongress 2018: Mit Telemedizin und Apps schmerzmedizinische Versorgung verbessern

Menschen mit Schmerzen werden in Deutschland nicht ausreichend versorgt. Das belegt die jedes Jahr steigende Zahl der Patienten mit chronischen Schmerzen. Da in der Schmerzmedizin vorwiegend kommunikative und medikamentöse Wirkfaktoren eine Rolle spielen, sehen Experten in der Telemedizin und in Apps ein großes Potential,um die Versorgung zu verbessern. Es brauche jedoch nicht nur mehr Forschungsprojekte, um die Wirksamkeit und Sicherheit von Gesundheits- und Medizin-Apps zu bewerten, sondern auch Standards zum Datenschutz und zur Datensouveränität sowie zur Steuerung von Risiken dieser neuen Anwendungen, fordern Schmerzexperten im Vorfeld des Deutschen Schmerzkongresses 2018 in Mannheim. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Neue Medikamente für Migräneprophylaxe auf dem Markt: Antikörper-Injektion gegen Migräneattacken

Zur Prophylaxe von episodischer und chronischer Migräne sind jetzt neue Medikamente zugelassen. Bei diesen handelt es sich um sogenannte Antikörper, die die Wirkung des Botenstoffs CGRP (Calcitonin Gene-Related-Peptide) blockieren. Dieser ist für Migräneattacken mitverantwortlich. Studien haben die hohe Wirksamkeit und Verträglichkeit der neuen Substanzen gezeigt. Wie genau die CGRP-Antikörper wirken, zu welchen Ergebnissen die Studien im Einzelnen kommen und welche Patienten von dieser neuen Therapie profitieren, diskutieren Experten auf der Pressekonferenz am 18. Oktober anlässlich des Deutschen Schmerzkongresses 2018 vom 17. bis 20. Oktober in Mannheim. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Schmerzkongress 2018: Behandlungsqualität verbessern durch „Schmerzerfassung“ in der Klinik

Die Qualität der Akutschmerzbehandlung nach OPs ist in deutschen Kliniken aus Patientensicht sehr unterschiedlich. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Analyse von Daten aus dem weltweit größten Akutschmerzregister QUIPS („Qualitätsverbesserung in der postoperativen Schmerztherapie“). Zudem sind Patienten zufriedener und empfinden die Behandlung als „besser“, wenn sie nicht nur Medikamente erhalten, sondern informiert und in die Therapieentscheidung mit eingebunden sind und ihre Schmerzen dokumentiert werden. Das Thema „Qualität der postoperativen Akutschmerzversorgung“ diskutieren Experten auf der Pressekonferenz am 18. Oktober 2018 auf dem Deutschen Schmerzkongresses 2018 in Mannheim. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Die schmerzlindernde Wirkung von Fremden

Schmerzlindernde Handlungen von anderen Menschen lösen im Gehirn Betroffener einen Lerneffekt aus, der die Schmerzen reduziert. Die Schmerzlinderung ist stärker, wenn die Hilfe von einer Person kommt, die einer fremden Gruppe angehört. Dies zeigt eine neue Studie unter der Leitung der Universität Zürich. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Kreuzschmerz klug behandeln: Welche Therapie ist sinnvoll und wann?

Pressemitteilung zum DKOU 2018
Deutscher Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie
23. bis 26. Oktober 2018, Messegelände Süd, Berlin (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Psychotherapie: Die Augen können Angst und Schmerz ausblenden

Keine Hypnose, sondern Szenen während der EMDR-Behandlung einer Traumapatientin.

Schlimme Erinnerungen mit Handbewegungen auslöschen, den Schmerz vom Kopf her in den Griff kriegen – das geht und war dennoch lange umstritten. Jetzt ist man dem Geheimnis im Gehirn auf den Fersen.

(Mehr in: Medizin & Ernährung – FAZ.NET)

UDE: Wie Scheinmedikamente wirken

Plazeboeffekte können Schmerzen lindern. Was dabei im Gehirn passiert, wollten Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) herausfinden. Gemeinsam mit US-Kollegen analysierten sie rund 600 MRT-Bilder, um zu verstehen, mit welchen Mechanismen Scheinarzneimittel den Schmerz reduzieren. Ihre Ergebnisse wurden jetzt im Journal Jama Neurology veröffentlicht. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Wissenschaftler entwickeln neuen Therapieansatz für bislang unheilbare neurologische Erkrankung

Die Charcot-Marie-Tooth-Erkrankung 1A, kurz CMT1A, ist die häufigste vererbliche Erkrankung des peripheren Nervensystems. Aufgrund eines Gendefektes entwickeln Patienten eine langsam fortschreitende Nervenschädigung, die zu Gangschwierigkeiten bis hin zur Rollstuhlgebundenheit und zu Sensibilitätsstörungen wie Taubheit, Kribbeln und Schmerzen führt. Die CMT1A Erkrankung ist bisher nicht heilbar, da die grundlegenden Erkrankungsmechanismen wenig verstanden sind. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Chronischen Schmerzen effektiv auf der Spur – dank moderner Ultraschallverfahren

Mehr als zwölf Millionen Deutsche leiden an chronischen Schmerzen. Zur Diagnose werden standardmäßig elektrophysiologische Untersuchungen durchgeführt – doch mit Ausnahme von Spezialverfahren erfassen diese nur die großen und nicht die kleinen Nervenfasern. Diese kleinen Fasern sind jedoch für das Schmerzempfinden verantwortlich. Mit Hilfe moderner Ultraschallverfahren können mittlerweile auch kleinste Nervenäste erkannt und damit Schmerzursachen exakt diagnostiziert und zugeordnet werden. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) fordern deshalb, dass die hochauflösende Sonographie künftig häufiger genutzt wird. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

„Klug entscheiden-Empfehlungen“ für die Notaufnahme: Leben retten durch rasches, richtiges Handeln

Lungenentzündung, schwere Infektionen und Lungenembolie, aber auch akuter Brustschmerz sind häufige Gründe, die Notaufnahme im Krankenhaus aufzusuchen. Jede Verzögerung bei Diagnose und Therapie kann die Überlebenschancen der Patienten nachhaltig verschlechtern. Grund genug für die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e. V. (DGIM) Klug-entscheiden-Empfehlungen (KEE) für die Notfallambulanz herauszugeben. Diese sollen eine zielgerichtete Therapie pragmatisch unterstützen. Dabei gilt es auch, Unter- und Überversorgung des Patienten zu vermeiden. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Warum starke Schmerzmittel ihre Wirkung verlieren

Ein internationales Wissenschaftlerteam aus Jena, Sydney, Melbourne und Marburg hat weitere molekulare Details der Toleranzentwicklung gegen Opiate aufklären können. In seiner Studie beschreibt es für Morphin und synthetische Opioide in Ablauf und Geschwindigkeit unterschiedliche Mechanismen, die zur Desensibilisierung der Opioidrezeptoren führen. Die jetzt in „Science Signaling“ veröffentlichten Ergebnisse liefern wichtige Ansätze für die Entwicklung synthetischer Wirkstoffe mit geringer Toleranzentwicklung und reduziertem Suchtpotenzial. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)