Neue S2k-Leitlinie „Diagnostik und Therapie der Kohlenmonoxidvergiftung“ ist online

Die neue S2k-Leitline der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) – „Diagnostik und Therapie der Kohlenmonoxidvergiftung“ – ist bei der AWMF veröffentlicht. Besonderen Wert bei der Erstellung hat das Expertengremium auf praxisorientierte Empfehlungen entsprechend des Versorgungsablaufes gelegt.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

CT-Weltneuheit in der Universitätsmedizin Mainz im Einsatz

Neue Bildgebungstechnik verbessert Diagnostik und Therapie erheblich

In ihrer Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie hat die Universitätsmedizin Mainz heute ihren photonenzählenden Computertomographen offiziell in Betrieb genommen. Das höchst innovative CT-System verfügt über zwei Röntgenquellen und ein neuartiges Detektorprinzip. Insbesondere in den klinischen Bereichen Herz- und Gefäßbildgebung sowie in der Onkologie ermöglicht es eine wesentlich genauere und schonendere Diagnostik sowie sicherere Therapieentscheidungen. Zudem verbessert der photonenzählende Computertomograph die Grundlagen für die Forschung und die Translation ihrer Ergebnisse.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Hilferufe aus den Blutgefäßen

Die Blutpfropfen in einem kleinen Kapillargefäß enthalten Blutzellen (braun), Zellfragmente und Fasern.

Die Pandemie rückt die Anfälligkeit der Herzkreislaufsystems in den Fokus. Die Corona-Viren fördern die Bildung von Blutgerinnseln. Als Therapie bleibt häufig nur die Blutwäsche.

Quelle: FAZ.NET

Therapie von Alkoholsucht

Wie viel trinkt Bundesbürger durchschnittlich im Jahr? Diese Angaben beruhen meist auf Verkaufszahlen der Hersteller und variieren je nach Statistik leicht. Eine Menge ist’s jedoch immer!

Alkohol ganz zu meiden gilt als einzige Maxime für Süchtige. Verfechter des kontrollierten Trinkens sind überzeugt: Das aussichtsreichere Therapieziel wäre, nur wenig zu trinken. Lässt sich die Abhängigkeit in Zaum halten?

Quelle: FAZ.NET

Eine gute Blutdruckeinstellung kann Typ-2-Diabetes vorbeugen

Eine große Metaanalyse [1] , die 22 randomisierte Studien mit insgesamt fast 150.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer auswertete, kam zu einem überraschenden Ergebnis: Die medikamentöse Bluthochdrucktherapie ging mit einem um 11% reduzierten Risiko einher, im Verlauf von 4,5 Jahren an Diabetes mellitus Typ 2 zu erkranken. Besonders deutlich war der Effekt unter Therapie mit ACE-Hemmern und AT1-Blockern. Die Expertinnen und Experten der Deutschen Hochdruckliga sind sich einig: Das präventive Potenzial dieser Blutdrucksenker sollte bei Menschen mit einem hohen Risiko für ein metabolisches Syndrom ausgeschöpft werden.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

„Ich messe meine Multiple Sklerose selbst!“ – Digitales Selbstmonitoring der Multiplen Sklerose mit Konectom

Das Multiple Sklerose Zentrum (MSZ) an der Klinik für Neurologie des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden baut seine Digital-Health-Expertise bei Therapie und Erforschung der Multiplen Sklerose (MS) mit einem weiteren wissenschaftlichen Projekt aus. Aufbauend auf zahlreichen, vor allem in der Diagnostik erfolgreich integrierten digitalen Instrumenten startet das ärztliche Team jetzt damit, mit einer eigenen Smartphone App für MS-Patientinnen und Patienten den Weg zum „MS-Management 2.0“ zu ebnen, mit der die Anwendenden mit MS sich selbst überwachen können.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Resistenten Krebszellen auf der Spur

Beim Multiplen Myelom, einer Krebserkrankung des Knochenmarks, kommt es nach der Behandlung fast immer zu einem Rückfall. Zunächst sprechen die meisten Patienten gut auf die Therapie an. Im weiteren Verlauf breiten sich aber fast immer resistente Krebszellen im Knochenmark aus, mit fatalen Konsequenzen für die Betroffenen. Wissenschaftler des DKFZ, des Universitätsklinikum Heidelberg (UKHD) und des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg konnten durch Einzelzell-Sequenzierungen jetzt aufklären, wie sich Myelomzellen mit unterschiedlichen genetischen Merkmalen im Zusammenspiel mit den umgebenden Immunzellen in einem Patienten beim Rückfall verändern.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Zielwerte in der Diskussion – ist 130/80 mmHg das „neue“ 140/90 mmHg?“

In der Europäischen ESC-ESH-Leitlinie zum Management der arteriellen Hypertonie [1] markiert der Grenzwert von 140/90 mm Hg die «rote Linie». Erst dann wird eine medikamentöse Therapie empfohlen. Lebensstilmaßnahmen wie Bewegung und Reduktion des Körpergewichts zum Gegensteuern und zur Prophylaxe von Endorganschäden werden den Betroffenen bereits bei hochnormalen Werten angeraten. Nun mehren sich die Hinweise, dass Menschen mit Bluthochdruck auch von einer früheren medikamentösen Therapie profitieren könnten – doch die Deutsche Hochdruckliga plädiert nicht für eine allgemeine Absenkung des Zielwerts, sondern für eine patientenindividuelle Abwägung.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Kampagnenstart: „Leben mit HIV. Anders als du denkst.“ – Kampagnenstart anlässlich Welt-Aids-Tag

Menschen mit HIV können bei rechtzeitiger Diagnose und Therapie leben wie alle anderen. Sie haben dementsprechend auch die gleichen Alltagsprobleme. Mit dieser Botschaft startet heute die Gemeinschaftskampagne „Leben mit HIV. Anders als du denkst.“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), der Deutschen AIDS-Stiftung (DAS) und der Deutschen Aidshilfe (DAH). Anlass ist der Welt-Aids-Tag am 1. Dezember. Die Kampagne soll der Diskriminierung von HIV-positiven Menschen entgegenwirken.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Zum Tod von Aaron Beck: Das, was sich an der Oberfläche versteckt

Begründer der Kognitiven Verhaltenstherapie: Aaron Beck

Er hat die Therapie von Depressionen revolutioniert und mit der Kognitiven Verhaltenstherapie eine pragmatische Alternative zur klassischen Psychoanalyse entwickelt. Nun ist Aaron Beck hundertjährig verstorben.

Quelle: FAZ.NET

Niedrigschwellige Vorhofflimmer-Detektion und frühe Rhythmuskontrolle für adäquate rechtzeitige Schlaganfallprophylaxe

Vor dem Hintergrund des hohen Schlaganfallrisikos bei Patient:innen mit Vorhofflimmern (VHF) empfehlen aktuelle Leitlinien, etwa der European Society of Cardiology (ESC), bei bestimmten Patient:innen-Gruppen ein Screening auf VHF.[1] Als Standardmethode der VHF-Identifikation gilt das EKG. Aber auch einfache, niedrigschwellige Screening-Methoden außerhalb von Klinik und Praxis können zum Ziel führen, betonten renommierte Experten im Rahmen eines digitalen Pressegesprächs von Bristol Myers Squibb/Pfizer und dem Kompetenznetz Vorhofflimmern e.V. (AFNET) im Oktober 2021. Und: Patient:innen, deren VHF früh diagnostiziert wurde, können von einer frühen rhythmuserhaltenden Therapie profitieren.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Multiple Sklerose, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa: Neue Kot-Therapie weckt Hoffnung

Multiple Sklerose, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa: Forscher haben eine gestörte Bakterienbesiedlung des Darms als Auslöser für diese Krankheiten identifiziert – und eine ungewöhnliche Therapie entwickelt.

Quelle: SPIEGEL ONLINE

Tumor-Organoide können helfen, Therapieresistenz von Darmkrebs zu überwinden

Die Entwicklung von Therapieresistenzen verhindert in vielen Fällen, dass fortgeschrittener Darmkrebs langfristig erfolgreich behandelt werden kann. Wissenschaftler vom Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK), Partnerstandort an der LMU München, zeigen nun in Laborversuchen, wie patientenindividuelle Mini-Tumoren, so genannte Tumor-Organoide, dabei helfen können, die Therapie gezielt an die individuelle Erkrankung anzupassen und so möglicherweise Resistenzen zu überwinden.

Im DKTK verbindet sich das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg als Kernzentrum langfristig mit onkologisch besonders ausgewiesenen universitären Partnerstandorten in Deutschland.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Die Signaturen der Bauchfell-Metastasen

Auf welche Therapie Darmkrebs-Fernmetastasen ansprechen, könnten neue Biomarker vorhersagen. Wie Forschende von MDC, Charité sowie Industriepartnern im Fachblatt „Molecular Cancer“ berichten, haben sie die molekularen Signaturen mit Maus- und 3D-Modellen identifiziert.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Die schräge Karriere der Pandemie-Pille

Hoffnungsträger – und möglicherweise auch ein Argument für Impfzauderer? Molnupiravir-Kapseln.

Klein, stark, teuer: Wie ein amerikanischer Hersteller die Hoffnungen auf eine wirksame und einfache Therapie gegen Covid-19 forciert und der Impfung womöglich einen Streich spielt.

Quelle: FAZ.NET

Frauenherzen unter Druck

Wechseljahre, „die Pille“, Schwangerschaft: Es gibt biologische Unterschiede zwischen Frauen und Männern im Entstehen und in der Therapie des Bluthochdrucks. Wird das in der medizinischen Versorgung genug berücksichtigt?

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Gutenberg Gang-Datenbank: Weltweit größte Sammlung von Ganganalysen gesunder Probanden veröffentlicht

Öffentlich zugängliche Datenbank bietet Vergleichsdaten für die Diagnose und Therapie von Gangstörungen – Erweiterung der Datenbasis geplant

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Krebsbehandlung: Neue Therapie bei Hals-Kopf-Karzinom in Studie erfolgreich

Eine neue Therapie soll das Immunsystem aktivieren, Krebszellen zu bekämpfen. In der vorläufigen Auswertung einer Studie mit tausend Patienten, die als unheilbar galten, hat das Medikament Wirkung gezeigt.

Quelle: SPIEGEL ONLINE

Individuelle Therapie bei Lymphdrüsenkrebs und Leukämie möglich und wirksam

Aggressive, hämatologische Krebserkrankungen wie Leukämien oder Lymphome sind im fortgeschrittenen, wiederkehrenden Stadium nur schwer behandelbar, Standardtherapien zeigen oftmals wenig Wirkung. Dieser Problematik widmen sich WissenschafterInnen sowie ÄrztInnen der MedUni Wien und des AKH Wien, des CeMM Research Center for Molecular Medicine der ÖAW und der ETH Zürich. Erstmals konnte eine am AKH Wien durchgeführte Studie belegen, dass eine über einen funktionellen Test ausgewählte Therapie wirksam und umsetzbar ist.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Verunglückte Zellteilung treibt Krebszellen kindlicher Tumoren in den Tod

Krebsforscher haben einen Mechanismus entdeckt, mit dem sich die Selbstzerstörung von Krebszellen kindlicher Tumoren aktivieren lässt: Eine Medikamentenkombination, die bereits bei anderen Krebserkrankungen erprobt wird, führte bei Mäusen dazu, dass die Krebszellen Fehler in ihrem Erbmaterial anhäuften und die Knochen- und Weichteiltumoren im Labor schrumpften. Die Wissenschaftler des Hopp-Kindertumorzentrums Heidelberg (KiTZ), des Universitätsklinikums Heidelberg (UKHD) und des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) zeigten zudem, dass ein Schlüsselmolekül der Zellteilung als neuer Biomarker genutzt werden könnte, um die Patienten auszuwählen, die von dieser Therapie profitieren.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Erstmals S3-Leitlinie Weichgewebesarkome erschienen

Das Leitlinienprogramm Onkologie hat unter Federführung der Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie der Deutschen Krebsgesellschaft und der German Interdisciplinary Sarcoma Group e.V. (GISG) die S3-Leitlinie Adulte Weichgewebesarkome erarbeitet. Damit gibt es nun weltweit erstmals evidenzbasierte Empfehlungen zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge von Weichgewebesarkomen, einschließlich der gastrointestinalen Stromatumoren (GIST).

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Früher Rhythmuserhalt nützt auch bei asymptomatischem Vorhofflimmern

Asymptomatische Patienten mit Vorhofflimmern profitieren von einer frühen rhythmuserhaltenden Therapie ebenso wie symptomatische Patienten. Das ist das Ergebnis einer Subgruppenanalyse der EAST – AFNET 4 Studie. Es wurde beim europäischen Kardiologenkongress (ESC) am 27.08.2021 von Prof. Stephan Willems, Asklepios Hospital St. Georg, Hamburg, vorgestellt [1] und im European Heart Journal publiziert [2].

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Universitätsmedizin Halle erhält 1,2 Millionen Euro für Innovationslabor für digitalisierte Pflegeversorgung

Das Bündnis „Translationsregion für digitalisierte Gesundheitsversorgung (TDG)“ unter Leitung der Universitätsmedizin Halle (Saale) erhält vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) 1,2 Millionen Euro zusätzliche Mittel für den Aufbau eines „TDG-Innovationslabors für digitalisierte Pflegeversorgung“. Damit werden die Erforschung und Entwicklung digital-assistierter Produkte, Therapie- und Behandlungsformen und neue Dienstleistungen zur Unterstützung von Pflegenden weiter vorangetrieben.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Welchen Nutzen hat die Krebsgenomsequenzierung für krebskranke Kinder?

Bei krebskranken Kindern mit einem Rückfall können Krebsgenomanalysen helfen, genauere Diagnosen zu stellen, eine passende Therapie zu finden und das Fortschreiten der Krankheit hinauszuzögern. Das zeigen die Ergebnisse der Studie INFORM des Hopp-Kindertumorzentrums Heidelberg (KiTZ) in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ), dem Universitätsklinikum Heidelberg (UKHD), der Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH) und internationalen Kooperationspartnern. Bei der Studie wurde der Nutzen molekularer Präzisionsonkologie bei Kindern weltweit erstmalig systematisch ermittelt.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Studie zur Behandlung von Speisenröhrenkrebs gibt Anlass zur Hoffnung

Das „New England Journal of Medicine“ berichtet über den erfolgreichen Einsatz einer adjuvanten Immuntherapie als eine neue und erfolgversprechende Behandlungsoption für Patienten mit wiedergekehrtem Speiseröhren- oder oberen Magen-Krebs. Dabei handelt es sich um Ergebnisse der Phase III-Studie CheckMate 577. Die neue Therapie hat nun die europäische Zulassung erhalten.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft