Maßgeschneiderte Therapie der multiresistenten Tuberkulose

Um eine multiresistente Tuberkulose (TB) erfolgreich zu behandeln, muss im Vorfeld geklärt werden, gegen welche Antibiotika die Erreger Resistenzen aufweisen. Die klassische Testung im Labor ist sehr zeitaufwendig und verzögert den Therapiebeginn. Wissenschaftler*innen aus dem Forschungszentrum Borstel (FZB) und dem Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) haben nun einen Katalog aller Mutationen im Erbgut der TB-Bakterien erstellt und können auf dieser Basis mittels einer Genomsequenzierung schnell und kostengünstig vorhersagen, welche Medikamente für die TB-Behandlung am effektivsten sind. Die Ergebnisse wurden nun in der Fachzeitschrift Clinical Infectious Diseases publiziert.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

2. Präventionspreis 2021 geht an Tübinger Wissenschaftler

127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin: „Von der Krise lernen“

Präventionspreis geht an Tübinger Mediziner
Identifizierung von Diabetes-Risikogruppen eröffnet Chancen für frühzeitige Therapie

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Stefan Pfister wird mit Léopold Griffuel Award für seine Forschung an Krebs bei Kindern geehrt

Stefan Pfister, Direktor des KiTZ, Abteilungsleiter am DKFZ und Kinderonkologe am Universitätsklinikum Heidelberg (UKHD), wurde mit dem Léopold Griffuel Award der französischen Association pour la Recherche sur le Cancer (ARC) ausgezeichnet. Der mit 150.000 Euro dotierte Preis in der Kategorie Grundlagenforschung gilt als eine der höchsten europäischen Auszeichnungen in der Krebsforschung. Er wurde in diesem Jahr zum 49. Mal verliehen, diesmal an zwei Preisträger: Stefan Pfister und Michael Taylor vom Hospital for Sick Children (SickKids) in Toronto, Kanada, werden damit für zahlreiche wegweisende Beiträge zur Erforschung, Diagnose und Therapie von kindlichen Hirntumoren geehrt.

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NVL Typ-2-Diabetes (Kapitel medikamentöse Therapie, partizipative Entscheidungsfindung) veröffentlicht

Heute erscheint die 2. Auflage der Nationalen VersorgungsLeitlinie (NVL) Typ-2-Diabetes. Sie ist auf den Internetseiten des Ärztlichen Zentrums für Qualität in der Medizin (ÄZQ) kostenlos abrufbar.

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Neue Leitlinienempfehlungen zum Mundhöhlenkarzinom

Das Leitlinienprogramm Onkologie hat unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie die S3-Leitlinie Diagnostik und Therapie des Mundhöhlenkarzinoms aktualisiert. Neu sind unter anderem Empfehlungen zur Halslymphknotenentfernung und Immuntherapie. Im Zuge der Leitlinienaktualisierung sind 74 Empfehlungen überprüft und weitere 24 angepasst oder neu hinzugefügt worden.

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Studie: Stigmatisierung von Lungenkrebs erschwert Therapie-Innovationen

Die Stigmatisierung von Krankheiten wie Lungenkrebs kann Patientinnen und Patienten davon abhalten sich behandeln zu lassen und sich negativ auf die Verbreitung innovativer Therapien auswirken, so eine jüngst publizierte Studie.

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Neue Version der S3-Leitlinie Zervixkarzinom

Das Leitlinienprogramm Onkologie hat unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) die S3-Leitlinie zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Zervixkarzinoms überarbeitet. Unter der Koordination von Prof. Dr. Matthias W. Beckmann (Universitätsklinikum Erlangen) und Prof. Dr. Tanja Fehm (Universitätsklinikum Düsseldorf) wurden neue Empfehlungen formuliert, etwa zu operativen Therapien, zur Radiochemotherapie, zur medikamentösen Therapie und zu bildgebenden Untersuchungsverfahren. Ziel der S3-Leitlinie ist es, einen Qualitätsstandard als Basis für eine individuell zugeschnittene, qualitativ hochwertige Therapie zu etablieren.

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Würzburger Forscher kommen Resistenzen bei der CAR-T-Zell-Therapie auf die Spur

Therapeutisch veränderte weiße Blutkörperchen bergen ein großes Potenzial in der Behandlung des Multiplen Myeloms, einer bösartigen Krebserkrankung des Knochenmarks. Allerdings kann es bei behandelten Patienten zu folgenschweren Resistenzen kommen. In enger Zusammenarbeit haben sich Ärzte und Wissenschaftler des Uniklinikums und des Helmholtz-Instituts für RNA-basierte Infektionsforschung in Würzburg jetzt mit den Ursachen dieses bislang ungeklärten Phänomens beschäftigt. Dabei deckten sie einen entscheidenden Resistenzmechanismus auf. Die Ergebnisse wurden kürzlich in der Fachzeitschrift Nature Medicine veröffentlicht.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Gen-Diagnostik hilft Spezialisten in einem Drittel der Fälle Ursache von seltener Erkrankungen zu finden

Das Aufspüren seltener Erkrankungen, die Wahl einer adäquaten und sicheren Therapie sowie die engmaschige Überwachung der betroffenen Patienten bleibt eine große Herausforderung. Sie lässt sich nur fachübergreifend, arbeitsteilig und im Rahmen eines internationalen Netzwerks leisten. Darauf weist das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden anlässlich des Welttags der Seltenen Erkrankungen am 28. Februar hin. In der Europäischen Union gilt eine Erkrankung als selten, wenn nicht mehr als fünf von 10.000 Menschen von ihr betroffen sind.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

DGP, DGI, DGIIN: Stationäre Behandlung von COVID-19-Patienten: Fachgesellschaften aktualisieren Leitlinie

Die Corona-Pandemie stellt medizinisches Personal in Kliniken und Krankenhäusern vor zahlreiche Herausforderungen. Um Ärztinnen und Ärzten fächerübergreifende Handlungsanweisungen an die Hand zu geben, wurden die Empfehlungen zur stationären Therapie von Patientinnen und Patienten mit COVID-19 aktualisiert. An der Leitlinie waren 14 verschiedene medizinische Fachgesellschaften beteiligt. Aufgrund der Zusammenarbeit mit dem COVID-19-Evidenzökosystem-Projekt (CEOsys) konnten wichtige therapeutisch relevante Fragestellungen mit systematischen Evidenzsynthesen hinterlegt werden, was die Qualität der vorliegenden Leitlinie auf die Stufenklassifikation S3 erhöht.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Therapien von Brustkrebs: Werkzeugmacher der Krebsmedizin

MRT-Aufnahme einer Brust mit dichtem Drüsengewebe, in der ein in der Mammographie oft unsichtbarer Tumor (blau eingefärbt) besser sichtbar gemacht werden kann.

Jeder dritten Mammakarzinom-Patientin wird unnötigerweise zur Brustentfernung geraten. Eine Anleitung für Ärzte soll nun sicherstellen, dass Frauen die richtige Therapie bekommen. Ob sie nützt, bezweifeln Experten.

Quelle: FAZ.NET

Immunzellen auf der Spur

Mit nur einer Blutprobe die richtige Therapie für die Behandlung von Krebspatient*innen finden. Und das in extrem kurzer Zeit. Das ist die Vision von Prof. Dr. Borna Relja, der neuen Prorektorin für Forschung, Technologie und Chancengleichheit der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Welche Rolle spielt dabei ihr Forschungsgebiet, die Experimentelle Radiologie?

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Pressekonferenz Personalisierte Therapie und interdisziplinäre Versorgung bei Parkinson und Bewegungsstörungen

Im Vorfeld ihres diesjährigen virtuellen Parkinson-Events lädt die Deutsche Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen (DPG) am 3. März zu einer Pressekonferenz ein.

Vier führende Parkinson-Expertinnen und -Experten stellen Neuigkeiten aus Therapie, Diagnostik und Versorgung vor. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung zu maßgeschneiderten Therapien für die Betroffenen und damit verknüpft die engere Zusammenarbeit zwischen den Disziplinen, Ärzten, Pflegenden und Therapeuten.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Knorpel-Knochenersatz durch 3D-Druck mit höchster Auflösung in kürzester Zeit

Mit Hilfe der 3D-Lithografie via Zwei-Photonen-Polymerisation (2PP) von bioabbaubaren Copolymeren wurden erstmalig 3D-Scaffolds von einem Kubikzentimeter mit Substrukturen im Mikrometermaßstab in Rekordzeit hergestellt. Das Verfahren wird als disruptive Technologie neue Möglichkeiten in der Therapie von Knorpel-Knochen-Defekten eröffnen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Stipendium der Deutschen Leberstiftung für ein klinisches hepatologisches Projekt vergeben

Um die Initiierung und Planung von klinischen Projekten oder klinischen Studien im Bereich der Hepatologie zu unterstützen, lobte die Deutsche Leberstiftung auch für das Jahr 2021 ein Freistellungs-Stipendium aus. Das Gutachterkomitee beschloss die Förderung eines Projekts, das sich mit der Verbesserung der Therapie für Leberzellkrebs (HCC) befasst.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Zum Weltkrebstag 2021 an die Leber denken – auch in Zeiten der Pandemie

Hannover, 28. Januar 2021 – „Ich bin und ich werde“ lautet das Motto des Weltkrebstages auch in diesem Jahr. Unter der Leitung der Union for International Cancer Control (UICC) ist der Weltkrebstag eine globale Initiative, die zu mehr Bewusstsein für Krebs und zu Maßnahmen für eine bessere Prävention, Diagnose und Behandlung der Krankheit führen soll. Die aktuelle Kampagne, die seit 2019 läuft, soll zum Nachdenken anregen: Wer bin ich und was werde ich zur Bekämpfung von Krebs tun? Dazu gehören für die Deutsche Leberstiftung die Unterstützung von Betroffenen sowie die Früherkennung, Therapie und Prävention von Leberzellkrebs – auch in Zeiten der Corona-Pandemie.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Zirkulierende Tumorzellen helfen der Diagnostik für eine maßgeschneiderte Therapie im Kampf gegen Krebs

Das BMBF-geförderte Projekt CTCelect erzielt bedeutende Fortschritte für die Untersuchung vereinzelter zirkulierender Tumorzellen (CTCs). In einem integrierten Ansatz unter Einbeziehung von Anwenderbefragungen sowie ethischer und rechtlicher Aspekte entwickelte und erprobte das Konsortium in den letzten vier Jahren ein System zur CTC Isolation, das für den Anwender robust und einfach zu bedienen ist und auf der patientenschonenden Entnahme einer Blutprobe beruht. Mit Hilfe des an Realproben validierten Entwicklungsstands des offenen und damit flexibel einsetzbaren CTCelect Systems werden umfangreiche neue Ergebnisse in der medizinischen Forschung ermöglicht.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Eine Therapie gegen jeden Krebs

Forschende der Universität Basel haben Zellen des Immunsystems identifiziert, die eine breite Palette an Krebszellen angreifen können. Mit einem Start-up wollen sie ihre Entdeckung nun zu klinisch anwendbaren Therapien weiterentwickeln und damit einen nächsten Meilenstein in der zellbasierten Krebstherapie setzen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Schneller, kontrastreicher, informativer: Neuer Kontrastmechanismus verbessert Xenon-MRT

Die Xenon-Magnetresonanztomographie erlaubt Einblicke ins Körperinnere und eröffnet Möglichkeiten in der Diagnostik und Therapie von Krankheiten. Physiker vom Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie (FMP) konnten die Detektionsmethode mit dem Edelgas Xenon nun entscheidend verbessern. An zwei Molekülen getestet und mit neuen technischen Tricks konnten sie aus einer Daten-Aufnahme in wenigen Sekunden mehr Bildinformationen gewinnen. Zudem wird weniger Kontrastmittel und kein Gadolinium benötigt, dessen mögliche Unverträglichkeit weiterhin diskutiert wird. Die Methode ist ca. 850-mal sensitiver als vergleichbare Kontrastmittel konventioneller MRT mit Wassermolekülen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Mit scharfer Waffe gegen Lymphome

Forschende des MDC haben eine neue Variante der CAR-T-Zell-Therapie entwickelt. Im Fachblatt „Nature Communications“ zeigt das Team, dass sich das Verfahren vor allem bei follikulären Lymphomen und chronisch-lymphatischer Leukämie, der häufigsten Form von Blutkrebs, als sehr effektiv erweist.

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Biontech: Mit dem mRNA-Verfahren soll auch Multiple Sklerose behandelt werden.

Nach dem Coup um den Corona-Impfstoff präsentiert das Mainzer Unternehmen Biontech eine mögliche Therapie gegen Multiple Sklerose auf Basis der mRNA-Technik. Krebsmittel sind auch in der Mache.

Quelle: SPIEGEL ONLINE

Kombinierte Bildgebung weist den Weg für verbesserte Strahlentherapie bei aggressiven Hirntumoren

Glioblastome sind besonders aggressive, schnell wachsende Hirntumoren. Auch bei operativer Entfernung und anschließender Strahlen- und Chemotherapie kehren sie meist innerhalb eines Jahres zurück. Fortschritte in der Therapie sind daher dringend nötig. Wissenschaftler aus Dresden und Heidelberg konnten nun erstmals in einer klinischen Studie zeigen, dass sich der individuelle Verlauf der Erkrankung mit einer speziellen Kombinationsdiagnostik aus Positronen-Emissions-Tomographie (PET) und Magnetresonanztomographie (MRT) deutlich besser als bisher vorhersagen lässt.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Corona-Pandemie schwächt Schutz vor HIV und Aids

Mit der richtigen Therapie können HIV-Infizierte weitgehend normal leben. Das Problem: In vielen armen Ländern – und auch in Deutschland – wird die Infektion zu spät erkannt. Corona schafft weitere Hürden.

Quelle: SPIEGEL ONLINE

Schlagen Frauenherzen anders?

Wenn der „kleine“ Unterschied groß wird: „HERZ heute“ widmet sich Geschlechterunterschieden bei Herzkrankheiten und ihrer Bedeutung für Diagnose und Therapie

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Neue S2k-Leitlinie zur stationären Behandlung von COVID-19-Patienten veröffentlicht

Seit heute ist eine neue S2k-Leitlinie öffentlich, die Empfehlungen zur stationären Therapie von Patienten mit COVID-19 umfasst. Sie erweitert die bereits seit März 2020 vorliegende intensivmedizinische S1-Leitlinie um den gesamtstationären Bereich und gibt damit Krankenhausärzten erstmals eine ganzheitliche und fächerübergreifende Handlungsanweisung an die Hand. Federführend waren drei Fachgesellschaften an der Erstellung beteiligt – die Deutsche Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN), die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) und die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP).

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft