SARS-CoV-2-Forschung: Zweiter möglicher Wirkmechanismus von Remdesivir entdeckt

Bei der Infektion einer Zelle sorgt SARS-CoV-2 nicht nur dafür, dass die Wirtszelle neue Viruspartikel herstellt. Das Virus unterdrückt auch Abwehrmechanismen der Wirtszelle. Dabei spielt das Virenprotein nsP3 eine zentrale Rolle. Durch Strukturanalysen haben Forscher:innen der Goethe-Universität jetzt in Kooperation mit dem schweizerischen Paul-Scherrer-Institut herausgefunden, dass ein Abbauprodukt des Virostatikums Remdesivir an nsP3 bindet. Dies deutet auf einen weiteren, bislang unbekannten Wirkmechanismus von Remdesivir hin, der wichtig für die Entwicklung neuer Medikamente gegen SARS-CoV-2 und andere RNA-Viren sein könnte.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Wie SARS-Coronaviren die menschliche Zelle zum eigenen Vorteil umfunktionieren

Coronavirus-Forscherinnen und -Forscher um Prof. Rolf Hilgenfeld von der Universität zu Lübeck und Privatdozent Dr. Albrecht von Brunn von der Ludwigs-Maximilians-Universität München, beides Forscher am Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF), konnten einen Forschungserfolg im angesehenen “EMBO Journal” publizieren: Sie fanden heraus, wie SARS-Viren die Herstellung viraler Proteine in infizierten Zellen so anregen, dass viele neue Kopien des Virus gebildet werden können. Andere Coronaviren als SARS-CoV und SARS-CoV-2 verfügen nicht über diesen Mechanismus, so dass hier eine Erklärung für die ungleich höhere Pathogenität der SARS-Viren liegen könnte.

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Corona: Wie Ärzte Covid-19 mit Infusionen und Tabletten bekämpfen wollen

Viren lassen sich mit Medikamenten schwerer bekämpfen als andere Erreger. Welche Mittel dennoch gegen Corona helfen könnten – und welche Probleme es gibt.

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Zelluläre Immuntherapien effizienter und sicherer produzieren

Immunzellen, die außerhalb des Körpers mit therapeutisch wichtigen Genen ausgestattet werden, gelten als vielversprechender neuer Behandlungsansatz in der Onkologie. Doch die bisherigen auf Viren basierenden Herstellungsverfahren sind teuer und zeitaufwändig. Wissenschaftler im Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) haben eine neuartige, nicht auf Viren basierende Genfähre entwickelt, um therapeutische Gene in Immunzellen einzuschleusen. Mit dieser Genfähre ausgestattete therapeutische T-Zellen konnten am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg Krebs effizienter bekämpfen als mit der herkömmlichen Methode hergestellte Zelltherapien.

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Wie Viren das wachsende Gehirn schädigen

Ein Forscherïnnenteam am IMBA – Institut für Molekulare Biotechnologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften – erforscht an sogenannten Organoiden, wie manche Viren schwere Fehlbildungen im menschlichen Gehirn auslösen können, mit dem Ziel neue Therapieansätze gegen Infektionen und deren Folgen zu entwickeln. Das berichtet das Team rund um Jürgen Knoblich aktuell im Fachmagazin Cell Stem Cell.

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Dem Virus ganz nah

Um nachvollziehen zu können, wie Viren in menschliche Zellen eindringen und dort interagieren, bedarf es einer leistungsfähigen Zellbildgebung. Besonders geeignet ist hierfür die Weichröntgenmikroskopie, die bislang jedoch nur sehr eingeschränkt verfügbar ist. Ein paneuropäisches Forschungsprojekt mit dem Titel „Compact Cell-Imaging Device“ mit Heidelberger Beteiligung hat zum Ziel, diese Technologie für die breite Anwendung in der Medizinforschung zu erschließen.

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Leibniz-Gründungspreis 2021: Analytik und Desinfektion gegen Viren und Bakterien

Zwei Gründungsvorhaben werden mit dem Leibniz-Gründungspreis 2021 ausgezeichnet. HyPhoX aus Frankfurt (Oder) liefert ein Analysetool für Flüssigkeiten im Gesundheits- und Umweltbereich auf Basis eines patentierten photonischen Sensors, während Nebula Biocides aus Greifswald ein neuartiges Breitband-Desinfektionsverfahren entwickelt hat, mit dem Viren und Bakteriensporen in kurzer Zeit abgetötet werden können. Beide Gründungsvorhaben erhalten ein für die weitere Unterstützung der Unternehmenskonzepte zweckgebundenes Preisgeld in Höhe von jeweils 25.000 Euro.

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Corona-Ausbrüche in Schulen und Kitas: »Passt gut auf euch und eure Kinder auf«

Neue Daten aus Belgien und Großbritannien zeigen, dass die Mutante B.1.1.7 wohl vor allem Kinder und Jugendliche befällt. Die Infizierten tragen die Viren in ihre Familien – mit fatalen Folgen.

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Altruismus in der Zelle

Jena/Barcelona. Infektionen durch Hefepilze der Gattung Candida lösen eine Immunantwort aus, die bisher ausschließlich bei der Abwehr von Viren, Bakterien oder Parasiten bekannt war. Ein Forschungsteam aus Jena und Barcelona identifizierte einen Mechanismus, der zur Behandlung der Infektion beitragen könnte, wie die Wissenschaftler*innen in der Zeitschrift Nature Microbiology berichten.

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Körpereigenes Protein schwächt Coronavirus – Alpha 1 Antitrypsin schaltet Virenhelfer-Enzym aus und hemmt so SARS-CoV-2

Ulmer Forschende haben untersucht, was der Mensch so alles an antiviralen körpereigenen Proteinen und Peptiden auf Lager hat, die im Kampf gegen das neuartige Coronavirus hilfreiche Dienste leisten. Dabei stießen die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen auf Alpha 1 Antitrypsin. Dieses Protein wirkt antiviral, indem es ein bestimmtes zelluläres Enzym (TMPRSS2) hemmt, das wiederum für die Aktivierung des viralen Spikeproteins von SARS-CoV-2 entscheidend ist. Der Effekt: die Viren können nicht in die Zielzelle eindringen und sich damit nicht weiter ausbreiten.

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Mit zwei Virusarten gegen Tumore

Eine internationale Forschungsgruppe unter Leitung der Universität Basel hat eine vielversprechende Strategie für therapeutische Krebsimpfungen entwickelt. Mit zwei unterschiedlichen Viren als Vehikel verabreichten sie im Tierversuch krebskranken Mäusen spezifische Tumorbestandteile und regten damit ihr Immunsystem an, den Tumor anzugreifen. Der Ansatz wird nun in klinischen Studien getestet.

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Corona: Alle Sars-CoV-2-Viren der Welt würden in eine Cola-Dose passen

Winzige Ausmaße, gewaltige Folgen: Eine Berechnung verdeutlicht, wie mikroskopisch klein die Viren sind, die nahezu die ganze Welt lahmlegen.

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Coronavirus: »Alle drei Varianten sind in Deutschland angekommen«

Eine erste Auswertung zeigt: Die britische Coronavirus-Variante wurde in 13 Bundesländern nachgewiesen und macht knapp sechs Prozent der kursierenden Sars-CoV-2-Viren aus, sagt RKI-Chef Lothar Wieler.

Quelle: SPIEGEL ONLINE

Pandemie-Überwachung: Gefährliche Variationen

Ob mit Sars-CoV-2 infiziert oder nicht: Die dänische Regierung zwingt Züchter, alle Nerze zu töten. Es ist Dänemarks „Mink-Gate“.

Nach den „Nerzvarianten“ sorgen jetzt andere Corona-Mutanten für Probleme. Wie lassen sich die Viren und ihre Veränderungen überwachen? Nicht immer ist eine Sequenzierung die beste Strategie.

Quelle: FAZ.NET

TU Berlin: COVID-19 – Neue Simulationen zeigen die exakte 3D-Verteilung der Viren in einem Raum an

Welche Lüftungsmaßnahme mindert das Risiko einer COVID-19-Infektion?

Simulation der dreidimensionalen Verteilung von SARS-CoV-2 in Innenräumen optimiert das Modell zur Berechnung des Infektionsrisikos

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Selbstdesinfizierende Maske ermöglicht aktiven Virenschutz auf Knopfdruck

ZHAW-Forschende entwickeln mit der Schweizer Firma Osmotex AG eine selbstdesinfizierende Maske, die Viren auf Knopfdruck inaktiviert. Der Prototyp dieser weltweit einzigartigen Maske aus elektrochemischen Textilien zeigt eine antivirale Wirkung von über 99 Prozent. Weitere Anwendungen wie sterilisierbare Sitzbezüge werden geprüft.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

In der Lunge entdeckte Immunzellen verbessern Abwehr gegen Viren

Ein Forschungsteam der Universität Basel hat in der Lunge ansässige Immunzellen entdeckt, die lange nach einer überstandenen Grippe fortbestehen. In Versuchen mit Mäusen zeigte sich, dass diese Helferzellen die Immunantwort gegen eine erneute Infektion mit einem anderen Grippevirus-Stamm verbessern. Die Entdeckung könnte Ansätze für länger wirksame Impfungen gegen sich schnell verändernde Viren liefern.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Ägyptens Kampf gegen Hepatitis C: Von Viren, Flucht und Leberkrebs

Raymond Schinazi muss 1964 mit seiner Familie aus Ägypten fliegen. Jahrzehnte später kehrt der Chemiker in seine Heimat zurück, um Verhandlungen über den Preis eines lebensrettendes Medikamentes zu führen, dass seine Firma entwickelt hat.

Die Geschichte einer Seuche – oder wie Ägypten den Kampf gegen Hepatitis C fast verlor und heute ein Vorbild für andere Länder sein könnte.

Quelle: FAZ.NET

DGIM begrüßt G-BA-Beschluss zum Hepatitis-Screening: HBV- und HCV-Infektionen früh erkennen und Verbreitung stoppen

Wiesbaden – Eine Infektion mit Hepatitis-B- oder -C-Viren (HBV/HCV) verläuft oft lange Zeit symptomlos und bleibt von vielen Betroffenen über Jahre unerkannt. Die hochansteckenden Viren können schon über kleinste Verletzungen an Haut oder Schleimhäuten weitergegeben werden. Die WHO möchte HBV und HCV bis 2030 eliminieren. Um die Zahl der nicht erkannten Hepatitis-Infektionen in Deutschland zu senken, hat der Gemeinsame Bundesausschuss beschlossen, ein Screening auf beide Virentypen in den Gesundheits-Check-up aufzunehmen. Es steht gesetzlich Versicherten voraussichtlich ab dem kommenden Jahr zur Verfügung. Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e. V. (DGIM) begrüßt den Beschluss.

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Immunologie – Damit Viren nicht unter die Haut gehen

Ein Team um den LMU-Forscher Veit Hornung hat einen Mechanismus entschlüsselt, mit dem Hautzellen Viren erkennen und Entzündungen in Gang setzen. Entscheidend für die Erkennung ist eine typische Struktur der viralen Replikation.

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Ergebnisse aus Aerosol-Studie mit dem Symphonieorchester des BR

Nach der vielbeachteten Studie zu Corona-Ansteckungsrisiken beim Singen mit Sängerinnen und Sängern des Chors des BR liegen nun weitere Ergebnisse aus dieser Studie des Universitätsklinikums Erlangen, des LMU Klinikums München und des Bayerischen Rundfunks vor. Bei der Auswertung ging es um die Aerosolausbreitung – und damit um die mögliche Übertragung von Viren – beim Spielen von Blasinstrumenten, die mit Mitgliedern des Symphonieorchesters des BR untersucht wurde. Den Ergebnissen zufolge könnten die Abstände im Orchester zumindest zur Seite geringer ausfallen, als derzeit empfohlen wird. Gefördert wurden die Untersuchungen vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst.

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Natürliche UV-Strahlung im Winter nicht stark genug gegen SARS-CoV-2

Das COVID-19 auslösende Virus SARS-CoV-2 gefährdet die menschliche Gesundheit in geschlossenen Räumen ebenso wie im Freien. Neben der direkten Ansteckung durch Tröpfchen und Aerosole geht die Gefahr auch von freigesetzten Viren aus, die eine Weile in der Luft verbleiben und sich danach absetzen und Oberflächen kontaminieren. Eine soeben veröffentlichte Studie der Vetmeduni Vienna erhob nun, wie stark die UV-Strahlung im Freien gegen SARS-CoV-2 wirkt.

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Genetik des Wirts bestimmt Zusammensetzung von Viren-Gemeinschaften

Pflanzen können von mehreren Viren gleichzeitig befallen werden. Die Zusammensetzung der Erreger ist jedoch unterschiedlich, auch wenn die Individuen zur selben Art und Population gehören. Ökologinnen der Universität Zürich haben nun gezeigt, dass diese Unterschiede in erster Linie auf genetische Variation zwischen den Wirten zurückzuführen sind. Der Verlust der genetischen Vielfalt könnte Arten somit anfälliger für Infektionen und Artensterben machen.

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Wie sich das Immunsystem an Viren erinnert: T-Gedächtniszellen entstehen früher als gedacht

Damit ein Mensch gegen eine Krankheit immun werden kann, müssen sich T-Zellen nach dem Kontakt mit dem Erreger zu Gedächtniszellen entwickeln. Wie viele das tun, hänge vor allem von der Stärke der initialen Immunreaktion ab, war bislang das Verständnis. Ein Forschungsteam der Technischen Universität München (TUM) hat dies nun infrage gestellt.

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Stammt das Rötelnvirus aus dem Tierreich?

Studien weisen erstmals nahverwandte Viren bei Tieren in Deutschland und Uganda nach

Bisher galt der Mensch als einziger natürlicher Wirt des Rötelnvirus (Rubellavirus), Erreger der Röteln („German Measles“). Der Ursprung der Rötelnviren war allerdings nach wie vor unbekannt. In zwei unabhängigen Studien aus den USA und Deutschland wurden nun erstmals näher mit dem Rötelnvirus verwandte Viren auch bei Tieren nachgewiesen. Beide Viren zeigen große strukturelle Ähnlichkeiten mit dem Rötelnvirus und weisen drauf hin, dass dessen Ursprung im Tierreich zu suchen ist. Die Studienergebnisse wurden jetzt gemeinsam in der renommierten Fachzeitschrift „NATURE“ publiziert.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft