Erfolgreiche Promotion zur Mobiltelefon- und Internetnutzung durch Menschen mit Lebensmittelpunkt Straße

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The great god Pan / Der große Gott Pan

The Great God Pan is a horror and fantasy novel by the Welsh writer Arthur Machen. Machen was inspired to write about the Great God Pan through his experiences in the ruins of a pagan temple in Wales. The novel begins with an experiment that allows a woman named Mary to see the supernatural world. This is followed by a report of a series of mysterious events and deaths over many years. But who or what is behind them?
Stephen King described the story as „perhaps the best [horror story] in the English language“.

Der Große Gott Pan ist eine Horror- und Fantasienovelle des walisischen Schriftstellers Arthur Machen. Machen wurde durch seine Erlebnisse in den Ruinen eines heidnischen Tempels in Wales zum Schreiben des Großen Gottes Pan inspiriert. Die Novelle beginnt mit einem Experiment, das einer Frau namens Maria erlaubt, die übernatürliche Welt zu sehen. Es folgt ein Bericht über eine Reihe von mysteriösen Ereignissen und Todesfällen über viele Jahre hinweg. Aber wer oder was steckt dahinter?
Stephen King beschrieb die Geschichte als „vielleicht die beste [Horrorgeschichte] in der englischen Sprache“.

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14.10.2021 12:33

Erfolgreiche Promotion zur Mobiltelefon- und Internetnutzung durch Menschen mit Lebensmittelpunkt Straße

Ein kooperatives Promotionsprojekt wurde im Oktober 2021 erfolgreich fertiggestellt: Kai Hauprich, Lehrbeauftragter und ehemaliger wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften, wurde an der Universität Duisburg-Essen am Fachbereich Bildungswissenschaften zum Dr. phil. promoviert. Der Titel seiner Arbeit: „Die Mobiltelefon- und Internetnutzung durch Menschen mit Lebensmittelpunkt Straße in Nordrhein-Westfalen und ihr Nutzen in deren besonderen Lebensverhältnissen“.

Wesentlich gefördert wurde er während seines Promotionsvorhabens auch durch die hochschulinterne Promotionsförderung. Zweitprüfer seitens der HSD war Prof. Dr. Thomas Münch, Dozent mit den Forschungsthemen Wohlfahrt und Sozialstaat.
Wie Hauprich in seiner Arbeit herausstellt, hat in den vergangenen Jahren auch in der Personengruppe der wohnungslosen und von Wohnungsnot betroffenen Menschen eine fortschreitende Digitalisierung tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungsprozesse ausgelöst. Hier setzt die Arbeit an: Bislang gab es noch keine tiefergehende Analyse, die sich mit der Frage nach dem Nutzen und Gebrauchswert von Mobiltelefon und Internet für Menschen mit Lebensmittelpunkt Straße beschäftigt. Seine Dissertation geht daher erstmalig in Deutschland dieser Frage nach, untersucht aber auch, welche Hürden genommen werden müssen, um trotz prekärer Lebenssituation von digitalen Medien profitieren zu können.

Eine wesentliche Erkenntnis der Arbeit ist, dass in einer digitalisierten Gesellschaft auch die Möglichkeit der Nutzung von Mobiltelefonen und des Internet zur gesellschaftlichen Teilhabe gehören, die notwendig ist, um den neuen gesellschaftlichen Anforderungen entsprechen zu können und von den Möglichkeiten und Chancen zunehmender Digitalität zu profitieren. Eine neue Aufgabe der modernen Wohnungslosenhilfe ist es daher, wohnungslosen Menschen Zugänge zu digitalen Medien zu eröffnen und sie bei der Erweiterung ihrer digitalen Kompetenzen zu unterstützen. Die Untersuchung zeigt deutlich, dass sich die Wohnungslosenhilfe dem Thema der Digitalisierung bislang noch nicht ausreichend fachlich zugewandt hat.

Um dieser Aufgabe gerecht werden zu können, müssten zunächst Mindestanforderungen und Qualitätsstandards für Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe im Hinblick auf Digitalisierung entwickelt werden. Hierzu könnte sowohl die Schaffung elementarer digitaler Infrastrukturen, wie offene und freie WLAN-Zugänge, Mobiltelefonladestationen als auch Onlineberatungssysteme in Betracht kommen.

Die Dissertation zeigt aber auch, dass in vielen Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe die angebotenen Zugänge zum Internet und die Nutzung digitaler Infrastrukturen konträr zum Streben der Hilfesuchenden häufig eingeschränkt, überwacht und pädagogisiert werden, ohne dass hierfür eine fachlich explizite Begründung angeführt werden könnte. Schließlich liegen für die Wohnungslosenhilfe in der Digitalisierung auch Potentiale neuartiger, moderner Hilfsangebote für Menschen mit Lebensmittelpunkt Straße und Personen in besonderen sozialen Schwierigkeiten, die bislang kaum ausgeschöpft wurden. Hierzu zählen die aufsuchende digitale Sozialarbeit, mobile onlinebasierte Fachberatung, digitale Post- und Dokumentenverwaltungssysteme für wohnungslose Menschen oder auch telemedizinische Hilfen. Dabei wird allerdings auch die Frage, welche infrastrukturellen Voraussetzungen ein digitales soziokulturelle Existenzminimum darstellen, welche Geräte für die Gewährleistung einer digitalen kulturellen Teilhabe notwendig sind und welche strukturellen Rahmenbedingungen geschaffen werden müssen, um allen Bürger*innen eine adäquate Möglichkeit zur Internetnutzung zu bieten, politisch auszuhandeln sein.


Weitere Informationen:

http://www.hs-duesseldorf.de


Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten
Gesellschaft, Kulturwissenschaften, Medien- und Kommunikationswissenschaften, Pädagogik / Bildung, Politik
überregional
Forschungsergebnisse, Forschungsprojekte
Deutsch


Quelle: IDW