Statement – „Ampel legt Grundsteine für Effizienz in der Klimapolitik“

Literature advertisement

Phänomen Naturgesetze

Was uns an den beinahe mythischen Denkern der antiken Welt so fasziniert, ist die wundervolle, abgeschlossene Einheit ihres Weltbildes. Mit welcher prachtvollen Gebärde steht einer dieser Denker vor uns, der legendenumrankte Pythagoras etwa, und sagt mit kühlem, unbeirrbarem Blick: Ich halte das Weltgeheimnis in den Händen.
Und hier beginnen die Ziele des vorliegenden Werkes. Es erblickt seine Aufgabe darin, in einem Umfang, der sich noch durcharbeiten lässt, ein wirkliches Verständnis der Welterscheinungen zu geben, soweit die Wissenschaft ein solches besitzt.
Es will gerade das bieten, was man in den vielen Werken über die Welt vergeblich sucht, weil diese den Ehrgeiz haben, möglichst viele Tatsachen zu bringen, deren Verarbeitung dann dem Leser überlassen bleibt.
Hier dagegen wird ein prinzipiell anderer Weg beschritten; die Tatsachen sind nur Hilfsmittel und nicht Endzweck. Es wird genau die Auswahl dessen geboten, was von dem gesamten sicheren Wissen zum Verständnis unseres naturwissenschaftlichen „Weltbildes“ notwendig ist.
Und der Leser dieses Buches kann wie Pythagoras mit unbeirrbaren Augen in die Welt blicken, denn er hält ihr Geheimnis in seinen Händen.

Hier geht es weiter …



Teilen: 

25.11.2021 12:10

Statement – „Ampel legt Grundsteine für Effizienz in der Klimapolitik“

Dr. Wilfried Rickels (https://www.ifw-kiel.de/de/experten/ifw/wilfried-rickels/), Direktor des Forschungszentrums Global Commons & Klimapolitik am IfW Kiel, kommentiert die klimapolitischen Eckpunkte des Ampel-Koalitionsvertrages:

„Gut ist, dass der Koalitionsvertrag neben höheren Klimaschutzambitionen Bausteine für mehr Effizienz der eingesetzten Instrumente enthält. Das weckt die Hoffnung, dass der Abbau von Treibhausgasemissionen zu möglichst geringen volkswirtschaftlichen Kosten erreicht werden kann. Klimapolitik scheitert allerdings oft nicht an Zielen und Ideen, sondern am Handeln. Darin liegt jetzt die eigentliche Herausforderung der künftigen Regierung.

Begrüßenswert ist, dass flexible Instrumente ein höheres Gewicht bekommen: Der europäische Emissionsrechtehandel wird betont und ein sinnvoller Weg aufgezeigt, ihn schrittweise auf mehr Sektoren auszuweiten. Die Koalition sollte den Emissionsrechtehandel zum Leitinstrument ihrer Klimapolitik machen, weil er eine kosteneffiziente Reduzierung von Emissionen verspricht und eine mühselige, oft ineffiziente Feinsteuerung einzelner Klimaschutzinstrumente überflüssig macht.
Für Flexibilität sorgt auch, dass die Reduktionsziele sektorübergreifend gemessen und analog zum Pariser Klimaabkommen in mehrjähriger Gesamtrechnung überprüft werden sollen. Ein weitgehender Verzicht auf starre Vorgaben legt die Grundlage, dass sich Nachhaltigkeit für die ökologischen Ziele und für die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland verbinden lässt.

Der Koalitionsvertrag bekennt richtigerweise, dass neben natürlichen auch technische Verfahren genutzt werden müssen, um der Atmosphäre Treibhausgase zu entziehen (negative Emissionen). Das brisante Thema der Abscheidung und geologischen Speicherung von CO2 erwähnt er allerdings nicht explizit. Dabei ist eine Debatte darüber in Deutschland überfällig.

Unter den natürlichen Verfahren für die CO2-Speicherung wird sinnvollerweise die Bedeutung der Meere genannt, die durch gezielte Aufbauprogramme im Bereich der Seegraswiesen als auch der Algenwälder gesteigert werden soll, ohne dass dabei andere Ziele wie Biodiversität aus dem Blick geraten. Dass auch die Anpassung an den unvermeidbaren Klimawandel explizit diskutiert wird, ist ein richtiger und notwendiger Schritt.

Mit dem formulierten Anspruch, während der G7-Präsidentschaft Deutschlands 2022 eine Führungsrolle in der internationalen Klimapolitik übernehmen zu wollen, wird die notwendige Internationalität der Klimapolitik unterstrichen. Hier wird sich sehr schnell zeigen, ob die Ampel es schafft, wichtige Themen wie den Aufbau eines internationalen Klimaclubs voranzubringen und tatsächlich von der Zieldiskussion ins Handeln kommt.“

Medienansprechpartner:
Guido Warlimont
Leiter Kommunikation
T +49 431 8814-629
guido.warlimont@ifw-kiel.de

Institut für Weltwirtschaft
Kiellinie 66 | 24105 Kiel
T +49 431 8814-774
F +49 431 8814-500
www.ifw-kiel.de


Wissenschaftliche Ansprechpartner:

Dr. Wilfried Rickels
Direktor Global Commons und Klimapolitik
T +49 431 8814-408
wilfried.rickels@ifw-kiel.de


Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler
Gesellschaft, Politik, Wirtschaft
überregional
Forschungs- / Wissenstransfer
Deutsch


Quelle: IDW